ASML Aktie: Heemskerk beklagt Europas Fabrik-Flaute

Markterholung und laufende Aktienrückkäufe begleiteten den Kursanstieg; ASML legt seine Zahlen zum dritten Quartal am 14. Oktober vor.

Die Kernpunkte:
  • Aktie schloss 3,2 Prozent höher
  • Kurs rund 5,2 Prozent unter Jahreshoch
  • Quartalszahlen für 14. Oktober angekündigt
  • Rückkäufe umfassten 10.000 bis 57.700 Aktien

Die Aktie von ASML verzeichnete am Freitag ein deutliches Plus von 3,2 Prozent auf einen Schlusskurs von 1.657,80 Euro. Der Kursanstieg vollzog sich im Fahrwasser einer breiten Erholung an den US-Börsen und im gesamten Halbleitersektor.

Medienberichten zufolge sorgte ein schwächer als erwartet ausgefallener US-Arbeitsmarktbericht für den Monat September für Erleichterung an den Finanzmärkten, da er die Sorgen vor weiteren Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve dämpfte. Unternehmensspezifische Neuigkeiten waren nicht der Auslöser für diesen jüngsten Zuwachs.

Mit diesem Anstieg setzt der niederländische Ausrüster der Halbleiterindustrie seinen jüngsten Aufwärtstrend fort. Der Kurs notiert damit aktuell nur noch rund 5,2 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Quartalszahlen stehen zur Veröffentlichung an

Für Anleger richtet sich die Aufmerksamkeit nun verstärkt auf die anstehenden Geschäftszahlen. Das Unternehmen hat die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 für den 14. Oktober angekündigt. Die Vorlage der Bilanz soll um 07:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit erfolgen, gefolgt von einer Telefonkonferenz für Investoren um 15:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit.

Die anstehende Zwischenbilanz dürfte wichtige Hinweise auf die Auftragslage und den weiteren Geschäftsverlauf liefern. Zuletzt hatte ASML-Führungskraft Frank Heemskerk am 24. September auf eine schwache regionale Nachfrage hingewiesen.

Seinen Angaben zufolge erzielte das Unternehmen im ersten Halbjahr 2026 keine Umsätze in Europa. Vor diesem Hintergrund forderte Heemskerk die europäischen Behörden auf, aktiv Maßnahmen zur Förderung der Nachfrage nach in Europa gefertigten Halbleitern zu ergreifen.

Laufende Aktienrückkäufe stützen das Papier

Neben dem übergeordneten Marktumfeld stützt das Unternehmen den Kurs weiterhin durch eigene Wertpapierkäufe. Im Rahmen des bestehenden Rückkaufprogramms meldete ASML Transaktionen für den Zeitraum vom 21. bis zum 25. September.

In dieser Handelswoche erwarb der Konzern an den einzelnen Tagen Tranchen in einer Spanne von 10.000 bis 57.700 Aktien. Durch diese kontinuierlichen Erwerbe über den Markt setzt ASML sein Kapitalallokationsprogramm wie geplant um und zieht schrittweise eigene Anteile ein. Bis zur Vorlage des Quartalsberichts Mitte Oktober dürfte das Zusammenspiel aus makroökonomischen Zinstendenzen und Branchennachfrage die Richtung der Aktie bestimmen.

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