ASML Aktie: KI-Boom unter Beschuss
ASMLs Quartalsbericht und ein geplantes US-Exportgesetz stellen das starke Wachstum des Halbleiterausrüsters auf die Probe. Die Aktie notiert nahe ihrem Rekordhoch.

- US-Gesetzentwurf bedroht Exporte nach China
- Quartalszahlen und Auftragseingänge im Fokus
- Aktie notiert nahe Allzeithoch mit hohem RSI
- Hauptversammlung und Dividendenausschüttung stehen an
Der niederländische Ausrüstergigant steht vor den wichtigsten Tagen des Jahres. Während die explodierende KI-Nachfrage die Auftragsbücher füllt, braut sich in Washington ein neues politisches Gewitter zusammen. Ein geplantes US-Gesetz zielt direkt auf das lukrative China-Geschäft ab und überschattet die anstehende Veröffentlichung der Quartalszahlen.
Ein überparteilicher Vorstoß im US-Kongress sorgt für Unruhe auf dem Parkett. Mit dem sogenannten MATCH Act wollen amerikanische Gesetzgeber den Export von Halbleiter-Ausrüstung nach China weiter einschränken. Diesmal stehen auch weniger fortschrittliche Maschinen im Visier, die chinesische Hersteller bislang problemlos erwerben durften. Da ASML im Jahr 2026 voraussichtlich ein Fünftel seiner Umsätze in der Volksrepublik erzielt, reagieren Investoren empfindlich auf mögliche neue Handelsbarrieren.
Bislang lassen sich die Käufer von diesen politischen Störfeuern kaum aufhalten. Mit einem Kursplus von gut 27 Prozent seit Jahresbeginn und einem Schlusskurs von 1.260 Euro am Freitag notiert das Papier nur denkbar knapp unter seinem Allzeithoch. Der Relative-Stärke-Index (RSI) von über 84 signalisiert zwar eine heißgelaufene Bewertung, unterstreicht aber das massive Momentum des Titels.
Die Stunde der Wahrheit
Ob diese hohe Bewertung gerechtfertigt ist, wird sich am kommenden Mittwoch zeigen. Dann öffnet das Management die Bücher für das erste Quartal. Die Erwartungen sind klar definiert: Der Umsatz soll zwischen 8,2 und 8,9 Milliarden Euro liegen. Der eigentliche Treiber ist jedoch der gewaltige Hunger nach KI-Chips. So rechnet die Führungsetage vor, dass allein der Wafer-Bedarf für Nvidia-Produkte bis 2027 um das Vierfache steigen wird. Entsprechend genau wird der Markt auf die neuen Auftragseingänge schauen.
Personalien und Ausschüttungen
Nur eine Woche nach den Zahlen steht die Hauptversammlung auf dem Programm. Neben der Abstimmung über die um 17 Prozent angehobene Schlussdividende rückt der Umbau der Chefetage in den Fokus. Die wichtigsten Termine im Überblick:
- 15. April: Veröffentlichung der Q1-Zahlen und Investoren-Call
- 22. April: Hauptversammlung mit Wahl des neuen Technikchefs Marco Pieters
- 24. April: Ex-Dividenden-Tag für die Schlussausschüttung von 2,70 Euro
- 5. Mai: Auszahlung der Dividende an die Aktionäre
Flankiert wird dieser dichte Nachrichtenkalender von fortlaufenden Aktienrückkäufen aus dem laufenden 12-Milliarden-Euro-Programm. Wenn am 15. April die neuen Geschäftszahlen auf dem Tisch liegen, entscheidet sich die kurzfristige Richtung. Ein Bestätigen der Jahresprognose würde die aktuelle Premium-Bewertung untermauern, während jede Schwäche beim Auftragseingang angesichts des drohenden US-Banns sofortige Gewinnmitnahmen auslösen dürfte.
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