ASML Aktie: Kongress zieht Grenzen

Ein neuer US-Gesetzesentwurf könnte ASMLs Export älterer Lithografie-Systeme nach China verbieten und den Umsatzanteil weiter senken. Der Ausgang ist ungewiss, während das Unternehmen auf Quartalszahlen blickt.

Die Kernpunkte:
  • MATCH Act würde DUV-Maschinenexport nach China untersagen
  • China-Anteil am Umsatz könnte weiter unter Druck geraten
  • Gesetzesvorhaben befindet sich noch in früher Phase
  • ASML veröffentlicht Quartalszahlen am 15. April 2026

Ein neues Gesetzesvorhaben aus Washington bringt ASML kurz vor dem Quartalsbericht unter Druck. Der MATCH Act würde erstmals auch ältere DUV-Lithografiemaschinen vom China-Export ausschließen — ein Bereich, der bislang von den Exportbeschränkungen verschont geblieben ist.

Was der MATCH Act konkret bedeutet

Bisher richteten sich die US-Exportkontrollen hauptsächlich gegen ASMLs modernste EUV-Systeme. Der neue, parteiübergreifend eingebrachte MATCH Act geht weiter: Er würde auch den Verkauf und die Wartung von DUV-Maschinen an chinesische Schlüsselunternehmen untersagen — namentlich SMIC, Hua Hong, Huawei, CXMT und YMTC.

Für ASML ist das keine Kleinigkeit. China war 2025 mit einem Anteil von 33 Prozent am Umsatz der größte Einzelmarkt des Unternehmens. Für 2026 wird dieser Anteil ohnehin auf rund 20 Prozent sinken — der MATCH Act könnte ihn weiter drücken.

Ben Barringer von Quilter Cheviot beziffert den möglichen Schaden gegenüber CNBC auf rund fünf Prozent des Gesamtumsatzes: Die betroffenen DUV-Maschinen machen etwa zehn bis 15 Prozent der Erlöse aus, China wiederum rund die Hälfte davon.

Frühe Phase, offene Fragen

Noch ist das Gesetz weit von einer Verabschiedung entfernt. Stephane Houri von ODDO BHF betont, dass der Entwurf sich noch im Frühstadium befindet und sein Ausgang ungewiss sei. Unklar bleibt auch, ob alle DUV-Systeme betroffen wären oder lediglich bestehende Beschränkungen auf bestimmte Immersionstools ausgeweitet würden. ASML selbst hat sich zum Entwurf nicht geäußert.

Bemerkenswert ist jedoch die politische Herkunft der Initiative: Anders als frühere Exportbeschränkungen, die von der Exekutive unter Trump und Biden ausgingen, kommt dieser Vorstoß aus dem Kongress — ein Zeichen für einen breiteren politischen Konsens im Technologiewettbewerb mit China.

Aktienrückkäufe und Quartalszahlen

Ungeachtet des regulatorischen Gegenwinds setzt ASML sein Aktienrückkaufprogramm fort. Ende März und Anfang April erwarb das Unternehmen knapp 88.000 eigene Aktien für rund 100 Millionen Euro. Das laufende Programm umfasst bis 2028 ein Volumen von bis zu 12 Milliarden Euro.

Am 15. April, vor Börseneröffnung, legt ASML die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Der Markt erwartet einen Umsatz zwischen 8,2 und 8,9 Milliarden Euro bei Bruttomargen von 51 bis 53 Prozent. Besonderes Gewicht werden die Aussagen des Managements zur China-Strategie und zum Auftragsbestand haben — zwei Kennzahlen, die unter dem Schatten des MATCH Act neu bewertet werden dürften. Am 22. April folgt die Hauptversammlung, am 24. April eine Bardividende von 2,70 Euro je Aktie.

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