Asml Aktie: Kummer statt Freude?

Geplante US-Exportbeschränkungen für ältere Lithografiesysteme und die Zurückhaltung von TSMC bei neuen Maschinen setzen ASML zu.

Die Kernpunkte:
  • MATCH Act bedroht China-Geschäft
  • TSMC verschiebt High-NA-EUV-Einsatz
  • Wartungsblockade trifft Serviceeinnahmen
  • Auftragsbestand von fast 39 Milliarden Euro

Geopolitik und zögerliche Kunden bremsen ASML. US-Politiker forcieren die schärfsten Exportkontrollen für Halbleiter seit Jahren. Parallel dazu verschiebt der größte Kunde den Kauf der neuesten Maschinengeneration.

Der MATCH Act bedroht das China-Geschäft

Der überparteiliche MATCH Act nimmt ASML ins Visier. Bisher galten US-Restriktionen nur für die modernsten EUV-Anlagen. Der neue Gesetzentwurf schließt nun auch ältere DUV-Systeme ein. Das trifft den Konzern empfindlich.

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Das Gesetz verbietet nicht nur neue Verkäufe nach China, sondern blockiert auch die Wartung bestehender Maschinen. Service und Upgrades sind für ASML eine verlässliche Einnahmequelle. Analysten rechnen mit spürbaren Folgen. Der Gewinn je Aktie könnte um bis zu zehn Prozent sinken.

Ein heikles Timing. Im vergangenen Jahr war China noch der wichtigste Einzelmarkt für den Anlagenbauer. Im Schlussquartal stammten 36 Prozent der Erlöse von dort. Anfang 2026 fiel dieser Anteil bereits auf 19 Prozent, während Südkorea die Spitzenposition übernahm.

TSMC zögert bei der neuesten Generation

Ein weiteres Problem kommt aus Taiwan. TSMC plant bis zum Ende des Jahrzehnts keinen Einsatz der neuen High-NA-EUV-Maschinen. Diese Anlagen kosten über 350 Millionen Euro pro Stück. ASML rechnete eigentlich schon ab 2027 mit einer Massenproduktion.

Bernstein-Analysten werten den Schritt gelassen. TSMC habe diesen Zeitplan bereits vor einem Jahr angedeutet. Andere Kunden greifen ohnehin zu. Intel nutzt die Technologie bereits für seine Entwicklung. Samsung installiert im ersten Halbjahr 2026 eine zweite Maschine.

Solides Basisgeschäft stützt den Kurs

Trotz der Hindernisse wächst das Kerngeschäft rasant. Finanzchef Roger Dassen plant für das laufende Jahr mit mindestens 60 Low-NA-Systemen. Im Folgejahr soll die Zahl auf rund 80 steigen. Die Auftragsbücher sind mit fast 39 Milliarden Euro prall gefüllt.

Um dieses Wachstum zu stemmen, investiert der Konzern massiv in neue Fabriken. Flankiert wird das Ganze von einem milliardenschweren Aktienrückkaufprogramm. Dieses läuft noch bis 2028.

Die Mehrheit der Analysten bleibt optimistisch. Wells Fargo hob das Kursziel kürzlich auf 1.750 US-Dollar an. Die Bank verweist auf eine starke Nachfrage außerhalb Chinas. In den kommenden Wochen entscheidet sich der weitere Weg im US-Kongress. Ein Votum der Niederlande über eigene Exportkontrollen steht ebenfalls noch aus.

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