ASML Aktie: Rückkauf-Maschine läuft weiter!
Im dritten Quartal erzielte ASML 11,7 Milliarden Euro Umsatz; für das Schlussquartal prognostiziert der Konzern 14,2 bis 15,2 Milliarden.

- 233.867 Aktien tatsächlich zurückgekauft
- Rückkaufwert von rund 352 Millionen Euro
- Drittes Quartal mit 5,0 Milliarden Euro Gewinn
- Geplantes Angebot deckt Nachfrage 2027 und 2028 nicht
ASML hat am 19. Oktober weitere Aktienrückkäufe gemeldet. Die Mitteilung dokumentiert Kapitalrückflüsse an die Aktionäre, während das Unternehmen zugleich deutlich höhere Umsätze zum Jahresende erwartet. Für Anleger stehen damit zwei Entwicklungen nebeneinander: ASML kauft eigene Aktien zurück und rechnet mit einer Nachfrage, die seine geplanten Liefermöglichkeiten übersteigt.
Rückkäufe tatsächlich vollzogen
Für den Zeitraum vom 12. bis 16. Oktober meldete ASML den Rückkauf von 233.867 Aktien. Der ausgewiesene Gesamtwert betrug 352.032.719 €. Es handelt sich um durchgeführte Transaktionen, nicht lediglich um eine Ankündigung.
Aus den Rückkäufen allein lässt sich allerdings weder eine operative Wachstumsprognose noch ein Urteil über die Bewertung der Aktie ableiten. Für die geschäftliche Einordnung sind deshalb die Ergebnisse und Erwartungen des Unternehmens entscheidend. Die Rückkaufmeldung ergänzt dieses Bild um die tatsächlich erfolgte Verwendung von Kapital.
Höhere Umsätze zum Jahresende erwartet
Die operative Grundlage lieferte ASML mit seinen Zahlen vom 14. Oktober. Dabei verband das Unternehmen die Ergebnisse mit einem Ausblick auf das Schlussquartal und die weitere Lieferplanung.
Im dritten Quartal 2026 erzielte ASML einen Nettoumsatz von 11,7 Milliarden € und einen Nettogewinn von 5,0 Milliarden €. Diese Ergebnisse sind bereits gemeldete Geschäftszahlen.
Anders verhält es sich mit den folgenden Umsatzangaben: Sie beschreiben Erwartungen des Unternehmens und noch keine abgeschlossenen Geschäfte. Diese Unterscheidung ist für die Bewertung des Ausblicks wesentlich.
Für das vierte Quartal 2026 stellte ASML Umsätze zwischen 14,2 Milliarden € und 15,2 Milliarden € in Aussicht. Damit erwartet das Unternehmen ein höheres Umsatzniveau als im dritten Quartal.
Der erwartete Zuwachs bildet den zentralen operativen Bezugspunkt für die Rückkaufmeldung. Ob ASML diese Erwartung erfüllt, hängt von den tatsächlich erzielten Ergebnissen ab; die Prognose nimmt sie nicht vorweg.
Für das Gesamtjahr erwartet ASML einen Umsatz von 44 Milliarden € bis 45 Milliarden € bei einer Bruttomarge von rund 56 %.
Nachfrage übersteigt geplantes Angebot
Über das laufende Geschäftsjahr hinaus verwies ASML auf Grenzen seiner Lieferplanung. Nach Unternehmensangaben würde das geplante Angebot für 2027 und 2028 die Kundennachfrage nicht vollständig decken.
Das spricht für Nachfrage über die kurzfristige Umsatzprognose hinaus. Zugleich ist diese Aussage keine Zusage, sämtliche Kundenwünsche bedienen zu können. Für Anleger ergibt sich daraus ein differenziertes Bild: Die Rückkäufe sind vollzogen, höhere Umsätze bleiben eine Prognose und die geplanten Liefermöglichkeiten begrenzen die vollständige Bedienung der Nachfrage.
Stand heute, 25. Oktober: ASML Holding – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in ASML Holding investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 25. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.




