ASML Aktie: Strategie und Führungswechsel
ASML erweitert Vorstand und Strategie mit Fokus auf Advanced Packaging, während solide Finanzen und Kundeninvestitionen den China-Rückgang kompensieren sollen.

- Vorstands- und Aufsichtsratswechsel auf Hauptversammlung
- Strategische Expansion in Advanced Packaging
- Solide Umsatz- und Margenprognose für 2026
- China-Umsatzanteil sinkt auf rund 20 Prozent
ASML bereitet sich auf ein ereignisreiches zweites Quartal vor. Auf der Hauptversammlung am 22. April in Veldhoven stehen Führungswechsel, Vorstandserweiterungen und eine klare strategische Neuausrichtung auf der Agenda – und die reicht weit über das Kerngeschäft mit EUV-Lithografie hinaus.
Neues Führungsteam, neue Ambitionen
Der Aufsichtsrat schlägt vor, CFO Roger Dassen für vier Jahre und COO Frédéric Schneider-Maunoury für zwei Jahre wiederzubestellen. Neu im Vorstand wird Marco Pieters als Chief Technology Officer. Er bringt über 25 Jahre Erfahrung bei ASML mit und übernahm die CTO-Rolle bereits im Oktober 2025. Mit seiner formellen Ernennung wächst der Vorstand von fünf auf sechs Mitglieder.
Auf der Aufsichtsratsebene scheidet Alexander Everke auf eigenen Wunsch aus. Als Nachfolger nominiert der Aufsichtsrat Benjamin Loh, früherer Präsident und CEO von ASM International, der mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung in der Halbleiter- und Elektronikindustrie mitbringt.
Wachstum jenseits der EUV-Wurzeln
Parallel zur Governance-Agenda treibt ASML eine strategische Expansion voran. Das Unternehmen will in den Markt für Advanced Packaging einsteigen – also Werkzeuge entwickeln, die mehrere spezialisierte Chips miteinander verbinden. Diese Technologie ist ein zentraler Baustein moderner KI-Chips und der dazugehörigen Hochleistungsspeicher.
Darüber hinaus prüft ASML, ob die maximale Chipgröße, die mit seinen Maschinen gedruckt werden kann, über die aktuelle Grenze hinaus ausgedehnt werden kann. CTO Pieters beschreibt die Expansion ausdrücklich als langfristige Strategie, nicht als kurzfristige Reaktion auf Markttrends.
Solide Zahlen, aber China bleibt ein Faktor
Finanziell steht ASML auf stabiler Basis: 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 32,7 Milliarden Euro, ein Plus von 15,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Auftragsbestand lag zum Jahresende bei 38,8 Milliarden Euro. Für 2026 erwartet ASML einen Umsatz zwischen 34 und 39 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent.
Ein Wermutstropfen: Der Anteil Chinas am Gesamtumsatz soll 2026 auf rund 20 Prozent sinken, nach einem ungewöhnlich hohen Niveau im Vorjahr. Exportbeschränkungen und geopolitische Unsicherheiten belasten das Sentiment. Starke Investitionen von TSMC, Samsung, Micron und SK Hynix in Logik- und Speicherchips sollen diesen Rückgang mittelfristig kompensieren.
Die Aktie hat sich seit ihrem Tief vom April 2025 mehr als verdoppelt und notiert aktuell rund acht Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Ob die strategische Neuausrichtung in Advanced Packaging und die stabilen Großkundenbeziehungen ausreichen, um den China-Gegenwind zu neutralisieren, wird sich spätestens nach der Hauptversammlung am 22. April zeigen.
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