ASML Aktie: Umbau mit Widersprüchen

Der Halbleiterausrüster ASML baut trotz Rekorderlösen Managementpositionen ab, während gleichzeitig ein massiver Standortausbau geplant ist. Die Ungewissheit unter den Mitarbeitern wächst.

Die Kernpunkte:
  • Streichung von 1.700 Managementpositionen angekündigt
  • Rekordumsatz von 32,7 Milliarden Euro im letzten Jahr
  • Neuer Campus für bis zu 20.000 Mitarbeiter geplant
  • Gewerkschaften kritisieren widersprüchliche Personalpolitik

Rekordumsatz und Stellenabbau gleichzeitig — bei ASML klaffen Gegenwart und Zukunft derzeit weit auseinander. Sieben Wochen nach der Ankündigung, 1.700 Managementpositionen zu streichen, wissen viele der betroffenen Mitarbeiter noch immer nicht, ob ihr Job wegfällt. Der interne Unmut wächst.

Unklarheit bis zum 1. April

Die Stellenkürzungen wurden im Januar angekündigt — paradoxerweise zeitgleich mit der Präsentation eines Rekordumsatzes von 32,7 Milliarden Euro. Rund 1.400 der betroffenen Stellen befinden sich in den Niederlanden, weitere 300 in den USA. Insgesamt entspricht das etwa vier Prozent der weltweiten Belegschaft, mit Schwerpunkt auf den Technologie- und IT-Abteilungen.

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ASML verhandelt derzeit mit den Gewerkschaften und strebt bis zum 1. April eine formelle Einigung an. Der niederländische Sender Omroep Brabant berichtete unter Berufung auf einen Unternehmenssprecher, dass die anhaltende Ungewissheit intern für Unruhe sorgt. Die Unternehmensführung begründet den Schritt damit, den Fokus auf das Ingenieurswesen zu schärfen und die schnelle, bewegliche Unternehmenskultur der Anfangsjahre wiederherzustellen.

Abbau heute, Aufbau morgen

Während intern Stellen gestrichen werden, genehmigt die Stadt Eindhoven gleichzeitig einen zweiten großen Unternehmensstandort am Brainport Industries Campus nahe dem Flughafen. Dort sollen langfristig 20.000 neue Mitarbeiter Platz finden — die ersten 5.000 bereits bis Anfang 2028.

Genau dieser Widerspruch bringt die Gewerkschaften auf den Plan. Sie stellen die Logik des Umbaus offen infrage: Warum werden heute Managementebenen abgebaut, wenn morgen ein massiver Personalaufbau folgen soll, der die aktuelle niederländische Belegschaft nahezu verdoppeln würde?

Die ASML-Aktie notiert aktuell rund neun Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs, hat sich seit dem Jahrestief im April 2025 aber mehr als verdoppelt. Als einziger Hersteller von EUV-Lithografiemaschinen bleibt das Unternehmen ein zentrales Glied in der globalen Halbleiterkette — der laufende Umbau dürfte die Aufmerksamkeit der Märkte noch bis zur Gewerkschaftseinigung am 1. April hochhalten.

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