Asml Aktie: Unaufhaltsamer Aufschwung!
Mehrere Großbanken erhöhen ihre Bewertungen für ASML deutlich. Der Fokus liegt nun auf dem Quartalsbericht, der den erwarteten Halbleiteraufschwung bestätigen soll.

- Barclays und andere Banken erhöhen Kursziele
- Quartalszahlen am 28. Januar 2026 entscheidend
- High-NA-Technologie als Schlüsselfaktor
- TSMC-Investitionspläne als wichtiger Treiber
ASML geht mit Rückenwind in eine entscheidende Woche. Kurz vor den Zahlen für das vierte Quartal heben mehrere Großbanken ihre Kursziele deutlich an – bleiben beim Rating aber vorsichtig. Im Zentrum steht die Frage, ob sich der erwartete Aufschwung im Halbleiterzyklus jetzt tatsächlich in Aufträgen und Margen niederschlägt.
Deutlich höhere Kursziele vor den Zahlen
Am heutigen Montag hat Barclays seine Bewertung für ASML überarbeitet. Analyst Simon Coles erhöhte das Kursziel von 960 auf 1.200 Euro – ein kräftiger Sprung nach oben. Trotz der deutlich höheren Bewertung belässt Barclays die Einstufung bei „Neutral“ (Equal Weight). Das signalisiert: Der Markt hat bereits viel Optimismus eingepreist, das Chance-Risiko-Verhältnis sehen die Briten derzeit ausgewogen.
Barclays steht mit der Anpassung nicht allein. Bereits Mitte Januar hatte Morgan Stanley das Kursziel auf 1.400 Euro angehoben, mit Verweis auf erwartete höhere Gewinne ab 2027 durch steigende Investitionen der Chipindustrie. Kurz darauf folgte Citi ebenfalls mit einem Ziel von 1.400 Euro. Zusammengenommen verstärken diese Schritte den Eindruck, dass große Adressen von einer anziehenden Investitionsdynamik im Halbleitersektor ausgehen.
Im Markt spiegelt sich diese Zuversicht bereits wider: Die ASML-Aktie liegt auf Sicht von zwölf Monaten rund 77 % im Plus und notiert nur gut 1 % unter ihrem jüngsten 52‑Wochen-Hoch.
Blick auf Q4: Margen, Aufträge, High‑NA
Am Mittwoch, den 28. Januar 2026, legt ASML die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Anleger werden vor allem prüfen, ob das Unternehmen seine eigene Prognose trifft und wie sich die entscheidenden Kennziffern entwickelt haben.
Im Fokus stehen dabei:
- Umsatz im Rahmen der bisherigen Unternehmensguidance
- Entwicklung der Bruttomarge
- Auftragseingang für EUV- und DUV-Anlagen
- Konkrete Aussagen zum Auslieferungsplan der neuen High‑NA‑EUV-Systeme
Gerade die High‑NA‑Technologie gilt als Schlüssel für die nächste Chipgeneration. Verzögerungen oder konservative Aussagen könnten die Euphorie bremsen, während ein klarer, belastbarer Fahrplan die hohen Kursziele der Analysten untermauern würde.
CEO Fouquet zwischen Nachfrage und Politik
Seit April 2024 führt Christophe Fouquet ASML als President und CEO. Seine Aufgabe ist alles andere als trivial: Auf der einen Seite hohe Nachfrage nach modernster Lithographie-Technik, auf der anderen Seite zunehmende Exportbeschränkungen und geopolitische Spannungen.
Unter Fouquets Führung betont ASML immer wieder, wie wichtig internationale Zusammenarbeit in der Halbleiter-Lieferkette bleibt. Exportkontrollen bleiben zwar ein Gegenwind, doch zugleich wächst der politische und wirtschaftliche Stellenwert der von ASML gelieferten Anlagen. Für Kunden, die ihre Kapazitäten für KI-fähige Chips ausbauen wollen, sind die Systeme des Unternehmens zentral – das stützt die strukturelle Nachfrage, selbst wenn einzelne Regionen temporär ausgebremst werden.
Rückenwind vom Großkunden TSMC
Ein starkes Signal für den gesamten Ausrüstersektor kam zuletzt von TSMC, dem größten ASML-Kunden. Der taiwanische Foundry-Riese plant für 2026 Investitionen (Capex) von rund 54 Milliarden US‑Dollar. Das liegt deutlich über dem Niveau des Vorjahres und deutet auf anhaltend hohe Ausgaben für modernste Fertigung hin.
Analysten sehen in diesem Capex-Plan einen wichtigen Treiber für ASMLs Auftragseingang in den Jahren 2026 und 2027. Höhere Bestellungen von TSMC könnten schwächere Nachfrage in anderen Marktsegmenten teilweise ausgleichen und die Auslastung der EUV- und High‑NA‑Kapazitäten sichern.
Fazit: Erwartungsdruck vor dem Mittwoch
ASML startet mit hohen Vorschusslorbeeren in die Berichtswoche. Mehrere Investmentbanken haben ihre Kursziele deutlich nach oben gezogen, gleichzeitig signalisiert das neutrale Rating von Barclays aber, dass die Luft kurzfristig dünner werden könnte, falls die Zahlen oder der Ausblick hinter den Hoffnungen zurückbleiben. Entscheidend wird am Mittwoch sein, ob Umsatz, Margen, Auftragseingang und der konkrete High‑NA‑Fahrplan das Bild einer sich klar erholenden Investitionsphase im Halbleitersektor bestätigen.
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