ASML Aktie: Verkaufsdruck steigt

Der Halbleiterausrüster ASML sieht sich mit Analystenabstufungen, verschärften chinesischen Exportkontrollen und Kursverlusten konfrontiert, trotz solider Finanzergebnisse und eines prall gefüllten Auftragsbuchs.

Die Kernpunkte:
  • Analysten stufen ASML-Aktie von Strong Buy auf Hold herab
  • China verschärft Exportregeln für seltene Erden
  • Aktienkurs verliert über fünf Prozent an Wert
  • Solide Fundamentaldaten mit Rekordaufträgen und hoher Marge

ASML gerät unter Druck. Der niederländische Halbleiterausrüster kämpft Anfang März 2026 mit gleich drei Baustellen: Analysten zweifeln am Wachstum für 2026, China verschärft Exportkontrollen für seltene Erden – und die Aktie reagiert mit einem Minus von 5,3 Prozent. Trotz Rekordauftragsbuch und solider Finanzen wächst die Unsicherheit.

Analysten ziehen die Handbremse

Am 5. März stufte Zacks Research die Aktie von „Strong Buy“ auf „Hold“ herunter. Die Begründung: Mögliche Überbewertung und eine weniger rosige Prognose für 2026. Analysten befürchten, dass die Auslieferungen von EUV-Systemen – ASMLs Flaggschiffprodukt – im laufenden Jahr zurückgehen könnten. Hinzu kommt die starke Abhängigkeit von wenigen Großkunden, was die Umsatzvolatilität erhöht. Eine weitere Bank senkte das Rating von „Buy“ auf „Neutral“ und verwies auf eine erwartete Umsatzflaute bei stagnierendem Gewinn je Aktie.

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China dreht an der Rohstoff-Schraube

Seit dem 3. März gelten in China neue Exportregeln für seltene Erden. Ausländische Firmen benötigen nun Lizenzen, wenn Produkte mehr als 0,1 Prozent dieser Materialien enthalten. Für ASML sind Elemente wie Samarium-Kobalt oder Neodym-Eisen-Bor unverzichtbar – sie stecken in den hochpräzisen Lithografie-Maschinen, die Halbleiter im Nanometerbereich fertigen.

ASMLs Finanzvorstand zeigte sich gegenüber Bloomberg gelassen: Die langen Vorlaufzeiten für die komplexen Anlagen sicherten kurzfristig die Versorgung. Was passiert, wenn die Lagerbestände aufgebraucht sind, bleibt jedoch offen. Die neuen Kontrollen fügen sich in ein größeres Bild: ASMLs China-Geschäft steht ohnehin unter Druck. Der Umsatzanteil aus China soll 2026 auf rund 20 Prozent fallen – nach einem außergewöhnlich hohen Niveau 2025.

Starke Zahlen als Gegengewicht

Die Fundamentaldaten sprechen eine andere Sprache. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte ASML einen Umsatz von 32,7 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 52,8 Prozent. Der Nettogewinn kletterte auf 9,6 Milliarden Euro, nach 7,6 Milliarden im Vorjahr. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt: Im vierten Quartal 2025 erreichten die Bestellungen mit 13,2 Milliarden Euro einen Rekord – ein Plus von 144 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Allein EUV-Aufträge machten 7,4 Milliarden aus. Mit einem Auftragsbestand von rund 41,9 Milliarden Dollar verfügt ASML über eine für Ausrüster ungewöhnlich hohe Planungssicherheit. Zudem kündigte das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 12 Milliarden Euro bis Ende 2028 an. Die Dividende für 2025 steigt um 17 Prozent auf 7,50 Euro je Aktie.

2026: Unsicherheit trotz Langfristfantasie

Für 2026 peilt ASML Erlöse zwischen 34 und 39 Milliarden Euro an. Doch die Bandbreite ist groß – und einige Analysten trimmen ihre Erwartungen nach unten. Die schwächeren Quartalsausblicke nähren Zweifel, ob das obere Ende der Spanne erreichbar ist. Langfristig bleibt die Nachfrage intakt: Der Übergang zu 3- und 2-Nanometer-Fertigungen treibt den Bedarf an EUV-Systemen. KI-Chips verstärken diesen Trend zusätzlich.

Am 15. April stehen die Quartalszahlen an. Dann wird sich zeigen, ob ASML seine Jahresprognose bekräftigt und wie das Management die Auswirkungen der chinesischen Exportbeschränkungen einschätzt. Bis dahin bleibt die Aktie im Spannungsfeld zwischen strategischer Stärke und geopolitischem Gegenwind.

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