ASML Aktie: Vor dem Quartalstest
ASML steht vor dem ersten Quartalsbericht 2026 mit gemischten Signalen: High-NA-EUV-Installation als Meilenstein, doch Streik und Marktunsicherheiten belasten die Stimmung vor den Zahlen.

- Installation des High-NA-EUV-Systems bei Imec
- Streikaktion gegen geplante Stellenstreichungen
- Quartalsprognose und langfristige Umsatzziele
- Markt beobachtet Auftragsumwandlung genau
Zwei Wochen vor dem Quartalsbericht am 15. April richten sich alle Blicke auf ASML. Das Unternehmen steht vor dem ersten großen Stimmungstest des Jahres — und der Kontext könnte kaum gemischter sein: technologische Meilensteine auf der einen, Streik und Sektordruck auf der anderen Seite.
High-NA EUV: Technologie der nächsten Generation
Mitte März installierte das belgische Chip-Forschungslabor imec ASMLs fortschrittlichstes Lithografiesystem: den EXE:5200 High-NA-EUV. Das Gerät kostet rund 400 Millionen Dollar und existiert weltweit in weniger als einem Dutzend Exemplaren. Die größere numerische Apertur ermöglicht Chipstrukturen, die bis zu 66 Prozent kleiner sind — und damit schneller sowie energieeffizienter.
ASML-CEO Christophe Fouquet bezeichnete die Installation als „wichtigen Schritt in die Ångström-Ära“. Imec rechnet damit, das System bis Q4 2026 vollständig zu qualifizieren. Intel und SK Hynix bereiten sich bereits darauf vor, High-NA-Systeme ab 2027 für die Produktion von KI-Chips und Hochbandbreitenspeicher einzusetzen.
Gegenwind kurz vor den Zahlen
Abseits der Technologiemeldungen geriet die Aktie zuletzt unter Druck. Am 24. März beteiligten sich mehr als 1.000 Mitarbeiter am Hauptsitz in Veldhoven an einem Streik gegen den geplanten Abbau von 1.700 Stellen — rund 3,8 Prozent der Belegschaft. Wenige Tage später belastete Googles Ankündigung eines Kompressionsalgorithmus namens TurboQuant den gesamten Chipsektor, da er den KI-Speicherbedarf reduzieren soll.
Der jüngste Kursrückgang von rund fünf Prozent innerhalb einer Woche spiegelt diesen Stimmungswandel wider — nicht eine Neubewertung der langfristigen Perspektive.
Was der 15. April zeigen muss
Für Q1 2026 erwartet ASML einen Nettoumsatz zwischen 8,2 und 8,9 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent. Der Konsens liegt beim Gewinn je Aktie bei 7,68 Dollar. Das Auftragspolster von 38,8 Milliarden Euro zum Jahresende 2025 gibt grundsätzliche Sicherheit — die entscheidende Frage ist, wie schnell dieser Auftragsbestand in ausgelieferte Systeme umgewandelt wird.
Langfristig hält ASML an einem Umsatzziel von 44 bis 60 Milliarden Euro bis 2030 fest, bei Bruttomargen von 56 bis 60 Prozent. Am 15. April wird sich zeigen, ob die Buchungen diesen Pfad bestätigen — oder ob der Markt seine Erwartungen neu kalibrieren muss.
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