ASML Aktie: Vor Zahlen stark
Die ASML-Aktie gewinnt vor dem Quartalsbericht an Fahrt, unterstützt durch ein höheres Kursziel von Bernstein und deutlich gesteigerte Investitionen des Großkunden TSMC.

- Bernstein hebt Kursziel auf 1.642 US-Dollar an
- TSMC steigert Investitionsrahmen um rund 32 Prozent
- Starke Nachfrage nach DUV- und EUV-Technologie
- Quartalsbericht am 28. Januar als nächster Prüfstein
Die ASML-Aktie läuft kurz vor den Quartalszahlen auf Hochtouren. Getrieben wird der Chip-Zulieferer von einem kräftigen Analysten-Upgrade und deutlich höheren Investitionsplänen beim wichtigsten Kunden TSMC. Im Kern geht es um eine Frage: Tragen die aktuellen Wachstumsfantasien auch dann noch, wenn nächste Woche die Zahlen auf dem Tisch liegen?
Analysten treiben Erwartungen hoch
Den jüngsten Schub lieferte ein deutlich angehobenes Kursziel der Investmentbank Bernstein. Die Analysten erhöhten am 22. Januar 2026 ihr Ziel von 1.528 auf 1.642 US-Dollar und bestätigten die Einstufung „Outperform“. Begründung: Das Ertragspotenzial in mehreren Bereichen sei vom Markt bislang unterschätzt worden.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht die viel diskutierte EUV-Technologie allein, sondern vor allem das klassische DUV-Geschäft:
- Bernstein sieht erhebliches, bislang „übersehenes“ Potenzial in der Deep-Ultraviolet-Lithografie (DUV).
- Die starke Nachfrage nach modernen Logik- und DRAM-Chips soll zusätzliche Auslieferungen stützen.
- Nach Einschätzung der Analysten dürfte sich die Investitionsverteilung der Kunden auf DUV und EUV in den kommenden zwei Jahren ungefähr die Waage halten (rund 50:50) – entgegen der verbreiteten Sorge, DUV könnte deutlich an Bedeutung verlieren.
Damit argumentiert Bernstein klar gegen das Narrativ eines absehbaren Rückgangs im DUV-Bereich und stützt die These eines breiter aufgestellten Wachstumstreibers für ASML.
TSMC erhöht Investitionen deutlich
Rückenwind kommt zusätzlich von der Investitionsplanung des größten Kunden Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC). Der Foundry-Riese hat für 2026 einen Capex-Rahmen von 52 bis 56 Milliarden US-Dollar angekündigt – ein Plus von rund 32 % gegenüber 2025.
Für ASML ist diese Zahl zentral: Das Unternehmen verfügt faktisch über ein Monopol bei den modernsten Lithografie-Anlagen, die für High-End-Chips benötigt werden. Steigt der Investitionsetat von TSMC, wächst in der Regel auch der Auftragsbestand für ASML-Systeme. Marktbeobachter sehen darin ein klares Signal, dass die Befürchtungen eines harten Abschwungs im Halbleiterzyklus zunehmend von einer Story der anhaltenden, KI-getriebenen Nachfrage abgelöst werden.
Blick auf Q4: Erwartungen sind hoch
Im Fokus steht nun der Q4-Bericht am Mittwoch, 28. Januar 2026. Der Konsens rechnet mit:
- Gewinn je Aktie (EPS): 8,84 US-Dollar
- Umsatz: 11,06 Milliarden US-Dollar
Gegenüber dem Vorjahr entspräche das einem Plus von rund 21,1 % beim Ergebnis und 11,9 % beim Umsatz. Nach der jüngsten Kursrallye sind die Erwartungen damit spürbar nach oben gezogen worden. Ob ASML das aktuelle Niveau halten kann, dürfte maßgeblich davon abhängen, ob Umsatz- und Gewinnentwicklung diesen Vorschuss rechtfertigen – und ob der Ausblick das Bild einer anhaltend starken Nachfrage bestätigt.
Technisches Bild und Marktumfeld
Charttechnisch spiegelt der Kurs die optimistische Stimmung wider. Die Aktie hat in den vergangenen Monaten ein neues 52‑Wochen-Hoch markiert und sich damit klar in einem etablierten Aufwärtstrend festgesetzt. Mit einem aktuellen Niveau von 1.176,40 Euro liegt der Kurs rund 19 % über dem Stand zu Jahresbeginn und deutlich über dem 50- und 200-Tage-Durchschnitt.
Die starke Performance passt zur übergeordneten Marktstory: Anstelle eines klassischen Halbleiter-Abschwungs dominieren derzeit Signale für einen länger anhaltenden Investitionszyklus rund um KI-Rechenzentren und moderne Fertigungstechnologien. Das neue Bernstein-Kursziel impliziert weiteren Spielraum nach oben – kurzfristig rückt aber vor allem der Zahlenmittwoch als Belastungstest für diese optimistische Einschätzung in den Vordergrund.
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