ASML: Allzeithoch bei 1.420,20 Euro

ASML forciert seine Expansion in Asien. Der Chipanlagenbauer stockt sein Personal in Taiwan massiv auf. Parallel dazu sichert sich der Konzern einen strategischen Zugang zum indischen Markt. An der Börse kommt das gut an. Die Aktie kletterte am Montag auf ein neues Allzeithoch von 1.420,20 Euro. Seit Jahresbeginn steht damit ein Plus von fast 44 Prozent auf der Kurstafel.

Mehr Personal für Taiwan

Der Konzern stellt auf der Insel 1.000 neue Mitarbeiter ein. Ursprünglich waren deutlich weniger Stellen geplant. Damit wächst die lokale Belegschaft auf über 5.000 Beschäftigte. Taiwan bleibt das Herzstück der Produktion. Die Region steuert gut ein Viertel zum globalen Umsatz bei.

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Technologisch macht ASML ebenfalls Tempo. Das Flaggschiff-System NXE:3800E schafft nun 230 Wafer pro Stunde. Das Ziel: Bis 2030 will das Management die Chipausbeute um die Hälfte steigern.

Milliarden-Pakt in Indien

Indes erschließt ASML einen neuen Wachstumsmarkt. Das Unternehmen hat eine Absichtserklärung mit Tata Electronics unterzeichnet. ASML liefert die Lithographie-Systeme für Tatas neue Wafer-Fabrik im indischen Dholera. Das Projekt umfasst ein Investitionsvolumen von rund elf Milliarden US-Dollar.

Die Partnerschaft geht über reine Lieferungen hinaus. ASML bildet lokale Fachkräfte aus und knüpft eine neue Lieferkette. Indien will sich als globales Zentrum für die Chipfertigung etablieren. Der Deal mit Tata ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg.

China schwächelt, Analysten optimistisch

Das Geschäft in China kühlt sich derweil ab. ASML rechnet im Jahresverlauf 2026 mit sinkenden Umsatzanteilen aus der Volksrepublik. Exportkontrollen bremsen das Geschäft. Analysten sehen darin kein großes Risiko. Bernstein Research bestätigt das Rating „Outperform“. Das Kursziel liegt bei 1.700 Euro.

Analyst Qingyuan Lin verweist auf die starke globale Nachfrage. Der weltweite Halbleitermarkt soll bald die Marke von einer Billion US-Dollar knacken. Treiber ist vor allem der Hunger nach leistungsstarken KI-Chips.

Der Konzern arbeitet parallel an seiner Effizienz. Der Energieverbrauch pro Wafer sank seit 2018 um über die Hälfte. Bis 2025 will ASML bei den direkten Emissionen klimaneutral arbeiten. Die starke Marktstellung und die geografische Diversifizierung stützen den Kurs. Mit dem Sprung über die Marke von 1.400 Euro hat die Aktie ihren Aufwärtstrend eindrucksvoll bestätigt.

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