ASML: Aufträge bis 2028 gesichert
ASML verzeichnet eine rekordhohe Nachfrage nach KI-Chip-Maschinen und ist bis 2028 ausgelastet. Die Aktie fällt leicht, der langfristige Trend bleibt positiv.

- Aufträge bis 2028 gesichert
- Produktion von EUV-Maschinen beschleunigt
- US-Gesetz belastet China-Geschäft
- Kursrückgang als Verschnaufpause gesehen
ASML kämpft gerade mit einem Luxusproblem. Die Nachfrage nach Chip-Maschinen für KI-Rechenzentren übersteigt selbst die Kapazitäten des niederländischen Lithografie-Monopolisten. Am Freitag fiel die Aktie um 2,31 Prozent auf 1.545,60 Euro – trotzdem sprechen Marktbeobachter von intaktem Wachstumstrend.
Der Grund: ASML meldet eine Auftragsvisibilität bis ins Jahr 2028. Für 2027 ist der Konzern nach eigenen Angaben nahezu ausgebucht. Ein Teil der Bestellungen für 2028 steht bereits fest.
Produktion wird beschleunigt
Um die Nachfrage zu bedienen, schraubt ASML an der eigenen Fertigungsgeschwindigkeit. Finanzchef Roger Dassen kündigte an, die Bauzeit einer EUV-Maschine von 22 auf etwa 15 bis 16 Wochen zu verkürzen. Das ist kein kleiner Eingriff, sondern ein Umbau der gesamten Produktionslogik.
Bis 2027 will ASML die Kapazität für EUV- und DUV-Immersionssysteme um 30 Prozent steigern. Im laufenden Jahr sollen mehr als 60 EUV-Anlagen ausgeliefert werden – darunter erstmals High-NA-Scanner in Serienfertigung. Diese Geräte der neuesten Generation kosten rund 380 Millionen Dollar pro Stück und laufen bei wichtigen Foundry-Partnern bereits in der Massenproduktion.
Politischer Druck aus den USA
Neben der operativen Aufholjagd bleibt die Geopolitik ein Störfaktor. Der geplante US-„MATCH Act“ will Export- und Wartungsregeln für Chip-Fertigungsanlagen in China weiter verschärfen. Die niederländische Regierung reagiert verärgert auf diese extraterritorialen Vorgaben. Ihre Position: Exportkontrollen wirken nur durch internationale Abstimmung, nicht durch einseitige US-Vorschriften.
Chinesische Halbleiterfirmen ziehen daraus ihre eigenen Schlüsse. Analysten beobachteten Ende Juli, dass die Beschränkungen zwar den Einkauf bremsen, zugleich aber die heimische Technologieentwicklung antreiben. ASML rechnet damit, dass China 2026 nur noch etwa 20 Prozent des Gesamtumsatzes stellt – nach 33 Prozent im Jahr davor. Ein deutlicher Einschnitt, der die Diversifizierung der Kundenbasis in Richtung USA und Taiwan zusätzlich unterstreicht.
Kurs unter Druck, Fundament intakt
Der Rücksetzer vom Freitag drückt die Aktie auf 1,12 Prozent über den 50-Tage-Durchschnitt von 1.528,50 Euro. Vom 52-Wochen-Hoch bei 1.748 Euro, erreicht Ende Juni, trennen ASML aktuell 11,58 Prozent. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von 67,73 Prozent zu Buche – ein Hinweis darauf, dass der jüngste Dämpfer eher eine Verschnaufpause als eine Trendwende markiert.
Kapitalseitig bleibt ASML aktionärsfreundlich. Die Zwischendividende von 1,88 Euro je Aktie ging am Montag, den 27. Juli 2026, ex-Dividende, die Auszahlung folgt Anfang August. Parallel dazu baut der Konzern seine Monopolstellung in der EUV-Technologie weiter aus – getragen von den globalen Ausbauplänen großer Chiphersteller für KI-Infrastruktur.
Asml-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Asml-Analyse vom 27. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Asml-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Asml-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Asml: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




