ASML: €2,70 Schlussdividende genehmigt
ASML-Aktionäre freuen sich über eine Rekorddividende, während der US-Kongress neue Exportbeschränkungen für DUV-Anlagen nach China vorantreibt.

- Rekorddividende von 7,50 Euro je Aktie
- MATCH Act zielt auf DUV-Maschinenexporte
- Chinas Umsatzanteil sinkt auf 19 Prozent
- Milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm läuft
Während ASML-Aktionäre am 5. Mai eine Rekorddividende erhalten, rückt Washington dem niederländischen Chipausrüster von einer anderen Seite auf den Leib. Der US-Kongress hat gerade den weitreichendsten Exportkontrollvorstoß seiner Geschichte auf den Weg gebracht.
MATCH Act: DUV-Maschinen im Visier
Der Außenpolitikausschuss des Repräsentantenhauses hat den sogenannten MATCH Act verabschiedet. Das Gesetz zielt direkt auf den Verkauf von DUV-Lithografiemaschinen nach China — also auf ältere Chipfertigungsanlagen, die ASML bislang noch liefern durfte.
Der Kern: Die Niederlande und Japan müssen ihre Exportregeln innerhalb von 150 Tagen an US-Standards anpassen. Tun sie das nicht, greift Washington einseitig durch. Das Handelsministerium könnte dann die sogenannte Foreign Direct Product Rule ausweiten — und damit auch in Veldhoven gefertigte Maschinen direkt erfassen.
Besonders brisant ist ein wenig beachtetes Detail. Das Gesetz würde auch die Wartung bereits installierter Anlagen in China verbieten. Servicekontrakte sind für ASML ein margenstarkes Dauergeschäft. Ihr Wegfall träfe das Unternehmen dauerhaft.
Wie groß ist der Schaden?
Chinas Anteil am Systemumsatz ist bereits geschrumpft: von 36 Prozent im vierten Quartal 2025 auf 19 Prozent im ersten Quartal 2026. Der Rückzug läuft also schon.
Analysten von Quilter Cheviot schätzen, dass die betroffenen DUV-Modelle rund 10 bis 15 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen. China steuert davon etwa die Hälfte bei. Das ergibt einen potenziellen Umsatzeffekt von rund 5 Prozent — der sich laut den Analysten mit der Zeit weiter abschwächen dürfte.
ASML selbst hat seinen Ausblick für 2026 bereits mit möglichen Exportkontrollfolgen kalkuliert. CEO Christophe Fouquet sprach von einer Bandbreite, die „potenzielle Ergebnisse laufender Gespräche zu Exportkontrollen“ einschließt. Der Konzern erwartet einen Umsatz zwischen 36 und 40 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent.
Dividende und Rückkäufe als Gegengewicht
Inmitten dieser Unsicherheit schüttet ASML am 5. Mai eine Schlussdividende von 2,70 Euro je Aktie aus. Zusammen mit den bereits gezahlten Abschlagsdividenden ergibt das für das Geschäftsjahr 2025 eine Gesamtdividende von 7,50 Euro — 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Ex-Dividende-Tag an der Euronext ist der 24. April.
Parallel läuft ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm. Von 2026 bis 2028 will ASML insgesamt 12 Milliarden Euro in Rückkäufe stecken. Allein im ersten Quartal 2026 flossen bereits 1,1 Milliarden Euro. Kumuliert hat der Konzern seit Beginn seiner Kapitalrückführung rund 45 Milliarden Euro an Aktionäre zurückgegeben.
Die Aktie notiert aktuell bei rund 1.180 Euro — seit Jahresbeginn ein Plus von knapp 20 Prozent. Das MATCH-Gesetz muss noch durch das vollständige Repräsentantenhaus und den Senat. Bis dahin bleibt das Exportrisiko real, aber noch nicht beschlossen.
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