ASML: €7.50 Dividende zur Abstimmung
Der Halbleiterausrüster ASML schlägt eine erhöhte Dividende und umfangreiche Aktienrückkäufe vor, während der freie Cashflow im Quartal negativ ausfiel. Die Hauptversammlung entscheidet über Kapitalrückführung und Führungswechsel.

- Dividendenvorschlag von 7,50 Euro je Aktie
- Aktienrückkaufprogramm bis 12 Milliarden Euro
- Speicherchips dominieren mit 51% der Verkäufe
- Freier Cashflow im Quartal negativ bei -2,6 Mrd. Euro
Rekordgewinne und ein ungebrochener KI-Boom auf der einen Seite, ein überraschender Mittelabfluss auf der anderen. Bei ASML klaffen operative Stärke und kurzfristige Kassenlage aktuell auseinander. Wenn der europäische Tech-Gigant morgen in Veldhoven seine Aktionäre zur Hauptversammlung bittet, steht ein umfangreiches Programm zur Abstimmung.
Dividende und Aktienrückkäufe auf der Agenda
Ganz oben auf der Tagesordnung steht ein massives Kapitalrückführungsprogramm. Das Management schlägt für das Jahr 2025 eine Gesamtdividende von 7,50 Euro je Aktie vor. Das entspricht einer deutlichen Anhebung gegenüber dem Vorjahr.
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Parallel dazu sollen die Anteilseigner grünes Licht für weitere Aktienrückkäufe geben. Ein bis 2028 angelegtes Programm sieht ein Volumen von bis zu 12 Milliarden Euro vor. Das Unternehmen drückt hier bereits aufs Tempo und hat im ersten Quartal eigene Papiere für rund eine Milliarde Euro erworben.
Speicherchips dominieren den Absatz
Das operative Geschäft profitiert massiv vom Ausbau der KI-Infrastruktur. Im abgelaufenen Quartal machten Anlagen für Speicherchips 51 Prozent der Neuverkäufe aus. Zuvor lag dieser Anteil bei lediglich 30 Prozent.
Südkoreanische Hersteller wie Samsung und SK Hynix treiben diese Nachfrage. Sie rüsten ihre Kapazitäten rasant auf. Entsprechend stieg der Umsatzanteil südkoreanischer Kunden auf 45 Prozent, während Taiwan knapp ein Viertel beisteuerte.
Langfristig hält der Vorstand an ehrgeizigen Zielen fest. Bis 2030 peilt der Anlagenbauer einen Jahresumsatz von bis zu 60 Milliarden Euro an. Die Bruttomarge soll dabei im Bereich von 60 Prozent liegen.
Führungswechsel und Cashflow-Delle
Neben den strategischen Weichenstellungen stimmt die Hauptversammlung über personelle Veränderungen ab. Marco Pieters soll als neuer Technikchef in den Vorstand einziehen. Finanzchef Roger Dassen und das operative Vorstandsmitglied Frédéric Schneider-Maunoury stehen zur Wiederwahl.
Trotz der starken Auftragslage trübt eine Kennzahl das Bild. Der freie Cashflow fiel im ersten Quartal mit minus 2,6 Milliarden Euro negativ aus. Die liquiden Mittel schmolzen entsprechend ab. Das Management begründet diesen Effekt mit dem ungünstigen Timing von Kundenanzahlungen.
An der Börse bewerten Investoren die ASML-Aktie trotz der kurzfristigen Cashflow-Delle weiterhin hoch. Mit einem Kurs von rund 1.248 Euro notiert das Papier in Schlagdistanz zum Rekordhoch. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Titel einen Wertzuwachs von 26 Prozent. Morgen Vormittag stimmen die Aktionäre in Veldhoven final über die vorgeschlagene Kapitalrückführung und das neue Führungsteam ab.
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