ASML: UBS hebt Ziel auf 1.900 Euro
Institutionelle Anleger stocken bei ASML auf, Analysten heben Kursziele an. Der Chipausrüster profitiert von der starken Nachfrage nach KI-Prozessoren.

- Hedgefonds kaufen Millionen Aktien zu
- UBS und Goldman erhöhen Kursziele
- Umsatzprognose für 2026 angehoben
- Monopol bei EUV-Lithografie als Trumpf
Innerhalb von zwölf Monaten hat sich der Kurs der ASML-Aktie mehr als verdoppelt. Wer dahinter nur Euphorie vermutet, übersieht die handfesten Argumente: Großinvestoren bauen ihre Positionen systematisch aus, Analysten heben Kursziele an — und das Unternehmen selbst liefert Zahlen, die den Optimismus stützen.
Hedgefonds kaufen im großen Stil
Die jüngste Meldewelle institutioneller Investoren zeigt eine klare Richtung. Coatue Management, das Vehikel von Milliardär Philippe Laffont, meldete den Kauf von knapp 500.000 zusätzlichen Aktien. FMR LLC stockte noch deutlicher auf — um rund 1,6 Millionen Anteile.
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Der Hintergrund: ASML ist der einzige Anbieter von EUV-Lithografiesystemen weltweit. Ohne diese Maschinen lassen sich die Chips der nächsten Generation nicht fertigen — jene Prozessoren, die KI-Rechenzentren antreiben. Diese Monopolstellung macht das Unternehmen für Investoren mit langem Zeithorizont schwer ersetzbar.
Analysten sehen erheblichen Aufholbedarf
UBS hat ASML zum bevorzugten Wert im europäischen Halbleitersektor erklärt und das Kursziel von 1.600 Euro auf 1.900 Euro angehoben. Die Begründung: Ein anhaltender Chip-Engpass könnte die Investitionszyklen bis 2028 treiben. Goldman Sachs zog nach und erhöhte sein Ziel auf 1.600 Euro.
Aktuell notiert die Aktie bei rund 1.414 Euro — knapp unter dem frischen 52-Wochen-Hoch von 1.420,80 Euro, das erst am 25. Mai markiert wurde. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus bereits 43 Prozent. Gemessen an den Kurszielen der Analysten bleibt trotzdem Luft nach oben.
Guidance angehoben, Margen stabil
Das erste Quartal 2026 verlief stark. ASML erzielte einen Umsatz von 8,8 Milliarden Euro bei einem Nettogewinn von 2,8 Milliarden Euro. Die Bruttomarge lag bei 53 Prozent.
Auf dieser Basis hat das Management die Jahresprognose erhöht: Für 2026 erwartet ASML nun einen Umsatz zwischen 36 und 40 Milliarden Euro, bei Bruttomargen von 51 bis 53 Prozent. Exportbeschränkungen und geopolitische Risiken sind in dieser Guidance bereits eingepreist.
Technologiewechsel und geografische Abhängigkeit
Intern bereitet sich ASML auf einen Generationenwechsel vor. Mit Marco Pieters übernimmt ein neuer Chief Technology Officer das Ruder — just zu dem Zeitpunkt, an dem erste Daten zur nächsten EUV-Generation mit höherer numerischer Apertur (High-NA) erwartet werden.
Geografisch bleibt Taiwan der wichtigste Einzelmarkt. Allein von dort stammen rund 8,3 Milliarden Euro Jahresumsatz — mehr als ein Viertel des globalen Gesamtumsatzes. Die dortigen Chipfertiger bauen ihre Kapazitäten gerade massiv aus, um den weltweiten Engpass bei Hochleistungshalbleitern zu adressieren. Für ASML bedeutet das: volle Auftragsbücher auf absehbare Zeit.
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