ASML: UBS hebt Ziel auf 1.900 Euro

UBS stuft ASML als Top-Wert im Chipsektor ein und hebt das Kursziel auf 1.900 Euro an. Analysten sehen ungenutztes Potenzial im Speicherchip-Bereich.

Die Kernpunkte:
  • UBS erhöht Kursziel auf 1.900 Euro
  • Kapazitätsängste für übertrieben erklärt
  • Speicherchip-Geschäft als Wachstumstreiber
  • Aktie erreicht neues 52-Wochen-Hoch

ASML bekommt neuen Rückenwind von der Analystenseite. UBS hat den niederländischen Halbleiterausrüster wieder zur Top-Empfehlung im europäischen Chipsektor gemacht und das Kursziel deutlich angehoben. Der Kern der These: Der Markt unterschätzt offenbar, wie stark ASML vom nächsten Investitionszyklus der Chipindustrie profitieren kann.

Die Aktie hat diese Neubewertung bereits sichtbar aufgenommen. Am Freitag schloss ASML bei 1.403,40 Euro und markierte damit ein neues 52-Wochen-Hoch; der Tagesgewinn lag bei 2,59 Prozent. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Plus von 8,40 Prozent.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Asml?

UBS setzt auf Kapazität und Preissetzung

UBS hebt das Kursziel für ASML von 1.600 auf 1.900 Euro an. Die Gewinnschätzungen für 2027 und 2028 liegen bei der Bank nun über dem Marktkonsens. Das ist mehr als eine normale Zielanpassung, denn UBS stellt ASML damit wieder an die Spitze der europäischen Halbleiterwerte.

Ein wichtiger Punkt ist die Kapazitätsfrage. Im Markt gab es Sorgen, ASML könne selbst zum Engpass in der Chip-Lieferkette werden. UBS hält diese Befürchtung für überzogen: Die Kapazität im Jahr 2027 könne ein Wachstum der führenden Wafer-Produktion von mehr als 50 Prozent im Jahresvergleich ermöglichen.

Das läge klar über dem erwarteten Nachfragewachstum. UBS rechnet hier nur mit etwa 25 bis 30 Prozent. Genau diese Lücke stützt die positive Sicht auf ASMLs Marktposition.

Speicherchips werden wichtiger

Ein zweiter Treiber ist das Speichergeschäft. UBS sieht ASML stärker in diesem Bereich verankert, als es vielen Marktteilnehmern bewusst ist. Bis 2026 könnten rund 30 bis 35 Prozent der Erlöse mit Memory-Anwendungen verbunden sein.

Zum Vergleich: Bei US-Wettbewerbern liegt dieser Anteil laut UBS eher bei 25 bis 30 Prozent. Der Grund ist technisch, aber entscheidend. Kleinere DRAM-Strukturen erhöhen die Anforderungen an die Lithografie, und genau dort sitzt ASML mit seiner Technologie an einer Schlüsselstelle.

Auch die Perspektive für High-NA-EUV bleibt laut UBS intakt. Diese nächste Generation der Lithografiesysteme gilt als zentral für besonders anspruchsvolle Chipstrukturen. Verzögerungen bei einzelnen Kunden ändern aus Sicht der Bank nichts am langfristigen Bedarf.

Kursbild bleibt stark

Der technische Rückenwind passt zur fundamentalen Neubewertung. Die ASML-Aktie liegt rund 14 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt und fast 37 Prozent über der 200-Tage-Linie. Das zeigt, wie kräftig der Aufwärtstrend inzwischen geworden ist.

Seit Jahresanfang summiert sich der Kursgewinn auf 42 Prozent. Über zwölf Monate hat sich der Wert sogar mehr als verdoppelt. Kein Wunder, dass jede neue Analystenstimme derzeit besonders stark auf die Wahrnehmung der Aktie wirkt.

Der nächste größere Prüfpunkt kommt Mitte Juli. Dann wird der Bericht zum zweiten Quartal erwartet, nachdem ASML im ersten Quartal Umsatz und Bruttomarge am oberen Ende der eigenen Zielspanne geliefert hatte. Bis dahin bleibt die UBS-These der zentrale Taktgeber: hohe Kapazität, starke Memory-Nachfrage und eine intakte High-NA-EUV-Story.

Asml-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Asml-Analyse vom 24. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Asml-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Asml-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Asml: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Asml