AST SpaceMobile Aktie: 1,15 Milliarden US-Dollar gesichert
AST SpaceMobile startet drei neue BlueBird-Satelliten und weitet Tests in acht EU-Ländern aus. Die Aktie legt um 7,56 Prozent zu.

- Drei BlueBird-Satelliten erfolgreich gestartet
- Tests in acht europäischen Ländern
- Kapitalzufluss von 1,15 Milliarden US-Dollar
- Quartalszahlen am 10. August erwartet
Der US-amerikanische Satelliten-Spezialist AST SpaceMobile hat einen entscheidenden Meilenstein für die Bereitstellung seines weltweiten Mobilfunknetzes erreicht. Nur einen Tag nach dem erfolgreichen Start von drei neuen Satelliten kündigte das Unternehmen heute eine umfassende Ausweitung seiner Testaktivitäten in Europa an. Die Aktie reagiert im heutigen Handel positiv auf die Fortschritte und notiert mit 64,00 € rund 7,56 % über dem Niveau des Vortages.
Erfolgreiche Mission im Erdorbit und technische Ziele
Am gestrigen Mittwoch brachte eine Falcon 9-Rakete des Partners SpaceX drei BlueBird-Satelliten der nächsten Generation (Einheiten 11, 12 und 13) sicher in eine niedrige Erdumlaufbahn. Der Start erfolgte vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral. Diese Erweiterung der bestehenden Konstellation ist eine wesentliche Voraussetzung für den geplanten Start des Beta-Dienstes im Jahr 2026. Das Unternehmen strebt dabei Datenübertragungsraten von bis zu 200 Mbit/s in der Spitze an, um eine direkte Verbindung zwischen Satelliten und handelsüblichen Smartphones ohne zusätzliche Hardware zu ermöglichen.
Parallel zur aktuellen Mission treibt das Unternehmen die Skalierung seiner Flotte voran. Wie AST SpaceMobile Ende Juli bestätigte, ist die Produktion der BlueBird-Satelliten bis zur Einheit 42 in Planung. Die nächsten drei Satelliten mit den Nummern 14 bis 16 befinden sich bereits in der unmittelbaren Vorbereitung für künftige Starts.
Expansion des Testbetriebs in acht europäischen Ländern
Unmittelbar an den orbitalen Erfolg schließt sich die Intensivierung der Netzwerktests auf dem europäischen Kontinent an. Das Unternehmen gab heute bekannt, die Integrationstests in Zusammenarbeit mit führenden Telekommunikationskonzernen deutlich auszuweiten. Die Testläufe finden in Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Irland, Frankreich, Spanien, der Tschechischen Republik, Rumänien und der Ukraine statt.
Zu den beteiligten Partnern gehören Branchengrößen wie die Deutsche Telekom, Orange, Telefónica und Vodafone sowie Vodafone Ukraine. Ziel dieser Zusammenarbeit ist die nahtlose technische Verzahnung der satellitengestützten Infrastruktur mit den terrestrischen Mobilfunknetzen der Anbieter, um Versorgungslücken in ländlichen oder schwer zugänglichen Gebieten zu schließen.
Finanzierung und Analysteneinschätzungen vor den Quartalszahlen
Die technologischen Fortschritte werden von einer massiven Kapitalzufuhr flankiert. AST SpaceMobile schloss im Juli eine Privatplatzierung von Wandelanleihen mit einer Laufzeit bis 2034 ab. Durch die vollständige Ausübung der Mehrzuteilungsoption sicherte sich das Unternehmen brutto 1,15 Milliarden US-Dollar. Dieses Kapital soll primär in die vertikale Integration der Produktion und die Sicherung weiterer Startkapazitäten fließen.
Auf institutioneller Seite gab es zuletzt unterschiedliche Signale. Während Dimensional Fund Advisors LP laut einer Mitteilung vom 4. August den Bestand um 41.113 Aktien aufstockte, verzeichneten Medienberichte im Vorquartal Insiderverkäufe im Volumen von rund 9,75 Millionen US-Dollar.
Die Analysten von Barclays hoben am Dienstag ihr Kursziel von 60,00 auf 65,00 US-Dollar an, behielten jedoch ihre Einstufung „Underweight“ bei. Das Analysehaus verwies zwar auf die verbesserte Liquiditätssituation durch die Kapitalmaßnahmen, äußerte jedoch Bedenken angesichts der hohen Marktbewertung. Das Analysehaus First Principles Partners stufte die Aktie am 3. August von „Buy“ auf „Hold“ herab. Als Grund wurden Risiken für den Zeitplan des für 2026 geplanten Einsatzes von 45 Satelliten angeführt, die unter anderem aus der zeitweiligen Stilllegung der New-Glenn-Rakete von Blue Origin resultieren könnten.
Am kommenden Montag, dem 10. August, wird AST SpaceMobile nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 vorlegen. Analysten erwarten im Durchschnitt einen Verlust je Aktie zwischen 0,28 und 0,31 US-Dollar bei einem Umsatz von etwa 34,13 bis 34,98 Millionen US-Dollar. Trotz der heutigen Gewinne bleibt der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 114,60 € mit einem Minus von 44,15 % signifikant.
AST SpaceMobile-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AST SpaceMobile-Analyse vom 6. August liefert die Antwort:
Die neusten AST SpaceMobile-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AST SpaceMobile-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
AST SpaceMobile: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




