AST SpaceMobile Aktie: 15% Kursrutsch nach Explosion
Explosion bei Blue-Origin-Test verzögert Satellitenstart. Analysten stufen Aktie herab, Kurs fällt um fast 15 Prozent.

- Schwerer Unfall bei Triebwerkstest
- Start von BlueBird-Satelliten gefährdet
- Deutsche Bank senkt Aktienrating
- SpaceX-Start im Juni als Hoffnungsträger
Eine Explosion am Cape Canaveral bringt den ehrgeizigen Zeitplan von AST SpaceMobile ins Wanken. Der Kursrutsch von rund 15 Prozent am Freitag verdeutlicht die Abhängigkeit des Unternehmens von externen Startkapazitäten.
Trägerrakete explodiert bei Testlauf
Am 28. Mai kam es bei einem Triebwerkstest der New-Glenn-Rakete von Blue Origin zu einer schweren Explosion. Die Schäden an der Startanlage LC-36 sind erheblich und dürften den Flugplan für Monate belasten. AST SpaceMobile nutzt diesen Raketentyp für den Transport seiner BlueBird-Satelliten der zweiten Generation.
Bisher plante das Unternehmen, bis Ende 2026 etwa 45 Satelliten im All zu platzieren. Marktbeobachter gehen nun davon aus, dass sich die Fertigstellung der kommerziellen Konstellation bis in das Jahr 2027 verzögern könnte.
Analysten senken den Daumen
Die Deutsche Bank reagierte umgehend auf die veränderte Risikolage. Die Experten stuften die Aktie von „Buy“ auf „Hold“ herab und reduzierten das Kursziel auf 106 US-Dollar. Ohne die Kapazitäten von Blue Origin steigen die Zweifel an der zeitnahen Umsetzung der Wachstumsziele.
An der Börse löste die Nachricht einen massiven Ausverkauf aus. Das Papier schloss am Freitag bei 97,50 Euro, was einem Tagesverlust von 14,62 Prozent entspricht. Erst am Donnerstag hatte die Aktie noch ein neues 52-Wochen-Hoch bei 114,20 Euro markiert.
Finanzpolster und SpaceX-Alternative
Trotz des Vorfalls am Cape Canaveral betonen Unternehmensvertreter die Stabilität der kurzfristigen Missionen. Der Start der Einheiten „BlueBird 8-10“ ist weiterhin für Mitte Juni 2026 geplant. Hierbei kommt eine Falcon-9-Rakete von SpaceX zum Einsatz, die von dem Vorfall nicht betroffen ist.
Finanziell steht der Konzern auf einem stabilen Fundament. Die Barreserven belaufen sich auf rund 3,5 Milliarden US-Dollar. Diese Mittel reichen laut Management aus, um die Produktion und den Start von über 100 Satelliten zu finanzieren.
Die Produktion der Phased-Array-Technologie läuft derweil weiter. Die Fertigung ist bis zur Einheit „BlueBird 28“ bereits weit fortgeschritten. Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den SpaceX-Start im Juni, der als wichtiger Stabilitätsanker für die kommenden Monate gilt.
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