AST SpaceMobile Aktie: 45 Satelliten bis Ende 2026
Triebwerkspanne und Analystenabstufung belasten die Aktie. Der Juni-Start von drei BlueBird-Satelliten wird zum wichtigen Test für den Zeitplan.

- Aktie verliert nach Blue-Origin-Panne
- Deutsche Bank senkt Aktienrating
- Drei Satelliten starten Mitte Juni
- Umsatzprognose von bis zu 200 Millionen Dollar
AST SpaceMobile steht vor einem entscheidenden Sommer. Ein Test-Fehler bei Blue Origin und eine Analysten-Abstufung belasteten zuletzt den Kurs. Aktuell notiert das Papier bei 94,10 Euro. Nun blicken Anleger gespannt auf den nächsten Starttermin im Juni.
Rückschläge bremsen den Kurs
Ende Mai sorgte eine Anomalie beim Triebwerkstest der New Glenn-Rakete von Blue Origin für Unruhe. Obwohl das Unternehmen primär auf SpaceX setzt, reagierte der Markt empfindlich. Die Aktie verlor am 31. Mai fast 15 Prozent an Wert.
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Parallel dazu senkte die Deutsche Bank ihre Einschätzung für das Papier. Das unterstreicht die Risiken im ambitionierten Zeitplan für das Satelliten-Netzwerk. Trotz der jüngsten Korrektur liegt die Aktie auf Jahressicht noch immer rund 344 Prozent im Plus.
Strategie der Risikoverteilung
Das Management setzt bewusst auf mehrere Raketen-Anbieter. Neben SpaceX soll Blue Origin die Ausbaustufe des Netzes absichern. Diese Strategie soll Verzögerungen durch technische Probleme einzelner Partner verhindern.
Rückschläge gehören im Weltraumgeschäft zum Alltag. Im April erreichte der Satellit BlueBird 7 seine Zielhöhe nicht und verglühte. Die Kosten für diesen Verlust übernahm eine Versicherung.
Juni-Mission als Meilenstein
Mitte Juni plant AST SpaceMobile den Start der Satelliten BlueBird 8, 9 und 10. Dieser Schritt ist für die langfristigen Ziele essenziell.
Die Produktion in den eigenen Hallen läuft derweil hoch. Aktuell kann das Unternehmen monatlich bis zu sechs Einheiten fertigen. Die Satelliten für die kommenden Missionen befinden sich bereits in der Endmontage.
Bis Ende 2026 will das Unternehmen mindestens 45 Satelliten im Orbit haben. Nur so lässt sich das Ziel eines globalen Dienstes erreichen.
Finanzielle Basis und Partner
Im ersten Quartal 2026 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 14,7 Millionen US-Dollar. Dem standen operative Ausgaben von rund 164 Millionen US-Dollar gegenüber.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt der Vorstand Erlöse zwischen 150 und 200 Millionen US-Dollar an. Ein Großteil davon soll aus bestehenden Verträgen mit Partnern wie AT&T, T-Mobile und Verizon stammen.
Der Erfolg der Juni-Mission entscheidet über das Momentum der kommenden Monate. Anleger achten nun besonders darauf, ob der Starttermin gehalten wird. Das Ziel: ein globales Mobilfunknetz direkt aus dem All.
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