AST SpaceMobile Aktie: BlueBird 11 in Cape Canaveral
AST SpaceMobile transportiert ersten Satelliten der neuen Generation nach Florida. Analysten zeigen sich trotz operativer Fortschritte zurückhaltend.

- Transport von BlueBird 11 nach Cape Canaveral
- Geplanter Raketenstart für August vorgesehen
- Umsatzsprung auf 14,7 Millionen Dollar
- Deutsche Bank senkt Kursziel auf 106 Dollar
Ein Frachtschiff Richtung Cape Canaveral. An Bord: BlueBird 11, der erste Satellit einer neuen Generation, die AST SpaceMobile im August starten will. Während das Unternehmen operativ vorankommt, kämpft der Aktienkurs mit gleich mehreren Belastungsfaktoren. Die Aktie notiert aktuell bei 65,60 € – gut 13 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt und fast 43 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von Ende Mai.
Der nächste Schritt
Mit BlueBird 11 erreicht AST SpaceMobile ein klares logistisches Ziel. Das Unternehmen bestätigte den Transport des Satelliten zur Startbasis in Florida. Die Modelle 12 und 13 sollen kurze Zeit später folgen. Der Start ist für August geplant, die Rakete steht noch nicht fest. Die neuen Satelliten sollen die Datenraten für den direkten Mobilfunk aus dem All deutlich erhöhen.
Parallel dazu läuft die Produktion von Satellit 14 bis 38 im texanischen Werk. Bis Ende 2026 plant der Konzern eine Konstellation von 45 bis 60 Satelliten. Ziel ist eine lückenlose Abdeckung der USA.
Zwiespältige Analystensignale
Die Fortschritte überzeugen nicht alle Beobachter. Die Deutsche Bank stufte die Aktie auf „Halten“ ab und senkte das Kursziel von 117 auf 106 Dollar als Reaktion auf Verzögerungen nach der Explosion einer New-Glenn-Rakete von Blue Origin Ende Mai. Zacks Investment Research vergab sogar ein „Verkaufen“-Rating.
Die finanzielle Situation bleibt angespannt. Zwar stieg der Quartalsumsatz auf 14,7 Millionen Dollar – ein massiver Sprung von 718.000 Dollar im Vorjahr. Doch der Nettoverlust lag bei 191 Millionen Dollar. Ein milliardenschwerer Cash-Bestand von etwa 3,5 Milliarden Dollar gibt dem Unternehmen dennoch ausreichend Spielraum für die nächsten Meilensteine.
Das größere Bild
Die Raumfahrtbranche insgesamt steht vor strukturellen Hürden. Der Kennedy Space Center benötigt mindestens eine Milliarde Dollar für Infrastruktur-Upgrades, um das steigende Startaufkommen zu bewältigen. Hinzu kommt der branchenweite Umstieg auf ein neues Abrechnungssystem für globales Satelliten-Roaming.
Für AST SpaceMobile bleiben die nächsten Wochen entscheidend. Gelingt ein pünktlicher Start im August, gewinnt der Konzern Glaubwürdigkeit. Verzögert sich die Mission weiter, wird der Druck auf eine Aktie steigen, die im vergangenen Jahr dennoch rund 80 Prozent zulegen konnte.
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