AST SpaceMobile Aktie: BlueBird 8, 9 und 10 gestartet
Trotz erfolgreichem Start der größten kommerziellen Satellitenantennen verliert die AST-Aktie deutlich an Wert.

- Drei neue BlueBird-Satelliten gestartet
- Aktie fällt um 6,75 Prozent
- Sell-the-News Reaktion beobachtet
- Analysten uneins über Kursentwicklung
Drei neue Satelliten im Orbit, ein technischer Meilenstein — und trotzdem bricht die Aktie ein. AST SpaceMobile liefert gerade ein Lehrstück über die Tücken von Raumfahrt-Investments.
Größte kommerzielle Antennen im All
Am Mittwoch starteten die BlueBird-Satelliten 8, 9 und 10 an Bord einer SpaceX Falcon 9 von Cape Canaveral. Die drei Block-2-Einheiten gelten als die größten kommerziellen Kommunikationsantennen, die je in den niedrigen Erdorbit gebracht wurden. Jede Antenne misst rund 2.400 Quadratfuß.
Technisch ist der Sprung beachtlich. Die neuen Satelliten erreichen Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 200 Mbps — doppelt so viel wie die Vorgängergeneration mit knapp 99 Mbps. Die aktive Konstellation umfasst damit rund zehn Satelliten. Bis Ende 2026 will das Unternehmen zwischen 45 und 60 Einheiten im Orbit haben, um den kommerziellen Betrieb aufzunehmen.
Comeback nach dem April-Desaster
Der Start hat auch symbolischen Wert. Im April 2026 verlor AST SpaceMobile den Satelliten BlueBird 7 — eine Fehlfunktion der Blue-Origin-Oberstufe New Glenn kostete das Unternehmen schätzungsweise 155 bis 160 Millionen Dollar Buchwert. Die Rückkehr zu SpaceX als Trägerrakete signalisiert, dass der Zeitplan trotzdem hält.
Langfristig bleibt die Ausgangslage ambitioniert. Die FCC hat Betriebsgenehmigungen für bis zu 248 Satelliten erteilt. Partnerschaften bestehen mit knapp 60 Mobilfunkbetreibern weltweit, darunter AT&T, Verizon und Vodafone.
Parallel dazu meldet der taiwanische Elektronikhersteller Ennoconn einen Auftrag für die Pilotproduktion von Kommunikationsmodulen der nächsten Satellitengeneration. Die Fertigung soll im vierten Quartal 2026 beginnen — ein Schritt, um die Lieferkette zu diversifizieren und die Produktion des stapelbaren „Thunfischdosen“-Designs zu beschleunigen.
Markt straft Erfolgsmeldung ab
Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren — aber die Richtung überrascht. Trotz des technischen Erfolgs verliert die Aktie am Donnerstag rund 6,75 Prozent auf 69,10 Euro. Auf Wochensicht beträgt das Minus bereits 18 Prozent.
Marktbeobachter deuten die Bewegung als klassische „Sell-the-News“-Reaktion nach einem vielbeachteten Ereignis. Hinzu kommt, dass Investoren nach dem SpaceX-Börsengang Anfang Juni Portfolios umschichten — Kapital fließt aus dem Sektor ab.
Das Analystenurteil spiegelt die Unsicherheit. Deutsche Bank stuft die Aktie auf Hold mit einem Kursziel von 106 Dollar. Barclays bleibt skeptischer: Die Bank hält an einem Sell-Rating mit Ziel 60 Dollar fest und verweist auf den hohen Kapitalbedarf des weiteren Konstellationsaufbaus. Optimistischere Schätzungen reichen bis zu 170 Dollar — gestützt auf aggressive Umsatzprognosen.
Die Aktie notiert aktuell knapp unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 70 Euro. Ob das als Unterstützung hält, entscheidet sich in den kommenden Wochen — spätestens wenn AST SpaceMobile konkrete Fortschritte beim Ausbau auf 45 Satelliten vermelden muss.
AST SpaceMobile-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AST SpaceMobile-Analyse vom 18. Juni liefert die Antwort:
Die neusten AST SpaceMobile-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AST SpaceMobile-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
AST SpaceMobile: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




