AST SpaceMobile Aktie: BlueBirds erreichen Cape Canaveral

BlueBirds 14 bis 16 trafen in Cape Canaveral ein; SpaceX vereinbarte einen Frequenzkauf, der noch FCC-Genehmigung benötigt.

Die Kernpunkte:
  • Drei weitere BlueBird-Satelliten eingetroffen
  • Satelliten bis Nummer 50 im Bau
  • AST und TELUS schlossen Integrationstest ab
  • SpaceX-Frequenzkauf wartet auf FCC-Genehmigung

Der Frequenzdeal von SpaceX erhöht den Wettbewerbsdruck auf AST SpaceMobile. Die Aktie verlor am Freitag 10%. Reuters brachte den Ausverkauf mit der Vereinbarung über Frequenzen in Verbindung, um die sich auch AST bemüht hatte. Gleichzeitig meldete AST am Samstag Fortschritte beim Satellitenaufbau: Weitere BlueBird-Satelliten erreichten Cape Canaveral. Für Anleger stehen damit operative Fortschritte gegen wachsenden Konkurrenzdruck.

Weitere BlueBirds erreichen Cape Canaveral

Nach Unternehmensangaben trafen am Samstag die BlueBirds 14, 15 und 16 in Cape Canaveral ein. AST erklärte außerdem, dass Satelliten bis einschließlich BlueBird 50 im Bau seien.

Die Ankunft ist ein Fortschritt bei der Vorbereitung des weiteren Netzausbaus. Sie ist allerdings nicht mit einem bereits erfolgten Satellitenstart gleichzusetzen. Damit beantwortet die Meldung einen Teil der Fragen zur Umsetzung: Der Aufbau schreitet voran. Die wirtschaftlichen Risiken durch Verzögerungen, Kosten und Wettbewerb löst dieser Schritt allein nicht auf.

Einen weiteren operativen Fortschritt meldeten AST und TELUS am 5. Oktober. Beide Unternehmen schlossen ihren ersten Integrationstest zwischen dem Mobilfunknetz von TELUS und dem weltraumgestützten Netz von AST ab. Dabei testeten sie Breitbanddaten, Sprachanrufe und Textnachrichten direkt zwischen Smartphones und Satelliten.

Der Test betrifft das Zusammenspiel beider Netze. Zusammen mit der Satellitenmeldung zeigt er Fortschritte auf unterschiedlichen Ebenen: bei der technischen Integration und beim Aufbau der Satellitenkonstellation.

SpaceX greift nach umkämpften Frequenzen

Reuters berichtete am Donnerstag, SpaceX habe den Erwerb von 100% des landesweiten 800-MHz-Frequenzportfolios von Grain Management vereinbart. Dazu gehören bis zu 14 MHz gepaartes Spektrum.

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die FCC. Eine abgeschlossene Übernahme ist sie damit noch nicht. Für AST ist die Vereinbarung dennoch relevant, weil das Unternehmen die betreffenden Frequenzen ebenfalls angestrebt hatte. Die positiven Betriebsmeldungen stehen somit einem konkreten Wettbewerbssignal gegenüber.

Analysten benannten Kosten und Verzögerungen

Am 2. Oktober stufte B. Riley Securities AST SpaceMobile von Kaufen auf Neutral herab. Das Analysehaus senkte sein Kursziel von 85 $ auf 65 $.

Als Gründe nannte B. Riley verzögerte Starts, höhere Kosten der Satellitenkonstellation und Konkurrenz. Die neue Liefermeldung betrifft zwar die operative Umsetzung, entkräftet diese Einwände aber nicht automatisch. Entscheidend für die Einordnung bleibt die Trennung: AST meldet greifbare Fortschritte beim Netzaufbau, während Frequenzwettbewerb und Wirtschaftlichkeit weiterhin die Anlegerperspektive prägen.

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