AST SpaceMobile Aktie: FCC erlaubt 248 Satelliten
Trotz erfolgreichem Raketenstart verliert AST SpaceMobile zwei Satelliten. Der SpaceX-Börsengang entzieht dem Sektor Liquidität und drückt die Aktie.

- Drei neue BlueBird-Satelliten gestartet
- Zwei Satellitenverluste binnen Monaten
- SpaceX-IPO belastet Wettbewerber
- Aktie 38,5% unter Jahreshöchststand
Ein erfolgreicher Raketenstart und gleich zwei Satellitenverluste innerhalb weniger Monate. Die vergangene Woche war für AST SpaceMobile ein Spiegelbild seines Geschäfts: technischer Fortschritt und herbe Rückschläge liegen eng beieinander.
Am 17. Juni beförderte eine SpaceX Falcon 9 drei neue BlueBird-Satelliten ins All. Die achte, neunte und zehnte Einheit der Block-1-Flotte sollen die Datenübertragungsrate gegenüber den Vorgängern grob verdoppeln. Ein entscheidender Schritt für das ehrgeizige Ziel des Unternehmens: normales Smartphone via Satellit mit Breitband-Internet zu versorgen. Die Partner dafür sitzen mit AT&T, Verizon und Vodafone in den Startlöchern.
Doch parallel gibt es eine Hiobsbotschaft.
Verluste im Orbit
Eine separate Nutzlast von AST SpaceMobile erreichte nie die vorgesehene Umlaufbahn. Die Fracht war an Bord einer Blue-Origin-New-Glenn-Rakete – Probleme mit der zweiten Stufe machten den Satelliten unbrauchbar. Bereits im Frühjahr hatte das Unternehmen mit BlueBird 7 einen Satelliten verloren, der seine Position nicht halten konnte.
Die Industrie steckt in einer schwierigen Phase. Derweil kühlt die Begeisterung für Raumfahrtwerte spürbar ab. Hauptgrund: der Börsengang von SpaceX. Der Rekord-IPO zog enorme Liquidität aus dem Markt. Wettbewerber wie AST SpaceMobile leiden unter dem nachfolgenden Profit-Taking der Anleger.
Die Aktie notierte am Freitag bei 70,50 Euro. Das sind 38,5 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 114,60 Euro aus Ende Mai. Über zwölf Monate steht dagegen ein Plus von über 76 Prozent. Der RSI von 43,4 zeigt neutrale Tendenz – weder überkauft noch überverkauft.
Der Weg zur 248er-Flotte
In den kommenden Wochen richten sich die Blicke auf die Integration der frisch gestarteten BlueBird-Satelliten. Die FCC hat AST SpaceMobile grünes Licht für eine Konstellation von 248 Satelliten gegeben. Ob und wie schnell das Unternehmen nach den jüngsten Verlusten diesen Zeitplan einhalten kann, bleibt abzuwarten. Die volatile Gemengelage aus technischen Risiken und Stimmungsschwankungen im Sektor dürfte Anleger noch eine Weile begleiten.
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