AST SpaceMobile Aktie: FCC genehmigt Frequenztausch

AST SpaceMobile profitiert von FCC-Frequenztausch und treibt Satellitenflotte voran. Trotz Raketenverlust setzt das Unternehmen auf SpaceX und plant globale Expansion.

Die Kernpunkte:
  • FCC genehmigt Frequenztausch im 800-MHz-Bereich
  • AST SpaceMobile besitzt zehn einsatzbereite Satelliten
  • Aktie legt zu, bleibt aber unter Jahreshoch
  • Nächste Satellitenstarts für August 2026 geplant

Die US-Regulierungsbehörde FCC hat einen spektakulären Tausch von Mobilfunkfrequenzen genehmigt. T-Mobile und Grain tauschen Airwaves im 800-MHz-Bereich — und AST SpaceMobile steht bereit.

Der Satelliten-Internet-Pionier sieht sich bestens positioniert, um dieses Spektrum sofort zu nutzen. Das Unternehmen meldet, zehn einsatzbereite Satelliten für dieses Band zu haben. Ein experimenteller Testantrag soll folgen. Dazu sind über 80 Prozent der Block-2-Satelliten in Produktion, die genau diese Frequenz unterstützen.

Gemischte Signale an der Börse

Die Aktie notiert aktuell bei 75,00 Euro — ein Plus von 1,90 Prozent am Freitag. Auf Jahressicht steht ein beeindruckendes Plus von 91 Prozent, doch die letzten 30 Tage zeigen ein Minus von 19 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 114,60 Euro (Mai 2026) ist der Kurs noch 35 Prozent entfernt.

Die Bewertung bleibt gespalten. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis liegt weit über dem Branchenschnitt der traditionellen Telekommunikation. Innerhalb der Satellitenbranche bewegt sich der Wert jedoch auf Peer-Niveau.

Nächste Starts trotz Rückschlag

Der operative Betrieb läuft auf Hochtouren. Die nächsten drei BlueBird-Satelliten (11, 12 und 13) sind fertig montiert und sollen im August 2026 per SpaceX Falcon 9 ins All starten. Erst Mitte Juni waren die Vorgängermodelle BlueBirds 8, 9 und 10 erfolgreich in den Orbit gebracht worden.

Einen Dämpfer gab es im Mai: Die Rakete Blue Origin New Glenn versagte, BlueBird 7 ging verloren. Die Folge: AST SpaceMobile setzt jetzt ausschließlich auf erprobte Falcon-9-Raketen von SpaceX. Der kommerzielle Regelbetrieb verschiebt sich dadurch um schätzungsweise drei bis sechs Monate, nun für die erste Jahreshälfte 2027 erwartet.

Trotz der Verzögerung treiben die Texaner ihre globale Expansion voran. Bis Ende 2026 sollen 45 bis 60 Satelliten im Orbit sein. Parallel dazu bereitet Japan milliardenschwere Subventionen vor: Rund 150 Milliarden Yen (926 Millionen US-Dollar) fließen in ein Rakuten-Konsortium, das mit AST SpaceMobile ein Direkt-zu-Mobilfunk-Netzwerk aufbauen will. Rakuten führt das Management, AST liefert die Hardware.

Die FCC-Entscheidung könnte nun auch in den USA neue Türen öffnen. Der 800-MHz-Frequenzbereich gilt als besonders reichweitenstark. Ob der Testantrag durchkommt, entscheidet sich in den kommenden Monaten.

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