AST SpaceMobile Aktie: Start auf Anfang 2027 verschoben

AST SpaceMobile sammelt eine Milliarde Dollar ein und verschiebt den Dienststart auf 2027. Anleger reagieren verunsichert.

Die Kernpunkte:
  • Milliarden-Wandelanleihe platziert
  • Kommerzieller Start auf 2027 verschoben
  • Ausweichen auf SpaceX-Raketen
  • Umsatzziel von 200 Millionen Dollar

AST SpaceMobile setzt auf massive Expansion. Die Hürden wachsen jedoch. Das Unternehmen sammelt frische Milliarden ein und verschiebt parallel dazu den Start seines Mobilfunk-Dienstes aus dem All. Anleger reagieren empfindlich auf die Kombination aus Kapitalverwässerung und Korrekturen am Zeitplan.

Frisches Kapital für das All

Der Satelliten-Spezialist platziert eine Wandelanleihe über eine Milliarde US-Dollar. Die bis 2034 laufenden Papiere verzinsen sich jährlich mit 1,625 Prozent. Mit dem Nettoerlös will das Management den Bau und den Start der BlueBird-Satelliten finanzieren. Indes dient das Geld auch der Sicherung weiterer Startkapazitäten bei Raketenbetreibern.

Der Aktienkurs von 50,90 Euro markiert die Nervosität im Markt. Der Wert notiert damit mehr als 50 Prozent unter seinem Jahreshoch vom Mai. Eine US-Anwaltskanzlei hat Untersuchungen wegen möglicher Wertpapierverstöße eingeleitet. Sie prüft, ob die Kommunikation rund um die Kapitalaufnahme rechtmäßig war.

Raketen-Probleme erzwingen Planänderung

Technisch kämpft AST SpaceMobile mit externen Verzögerungen. Der kommerzielle Start des Dienstes verschiebt sich von Ende 2026 auf Anfang 2027. Ein Grund ist eine Anomalie bei einem Bodentest der New-Glenn-Rakete von Blue Origin. Der Vorfall schränkt die verfügbaren Starttermine kurzfristig ein.

Das Unternehmen weicht deshalb verstärkt auf Falcon-9-Raketen von SpaceX aus. Die nächsten drei Satelliten sollen bereits in der ersten Augusthälfte 2026 ins All fliegen. Bis zum Ende des laufenden Jahres plant der Vorstand, eine Flotte von rund 45 Satelliten in der Umlaufbahn zu haben.

Finanziell hält AST SpaceMobile an seinen Zielen für 2026 fest. Nach einem Quartalsumsatz von 14,7 Millionen US-Dollar peilt der Vorstand für das Gesamtjahr bis zu 200 Millionen US-Dollar an. Fast 60 Mobilfunkpartner weltweit haben bereits Verträge unterzeichnet.

Die kommenden Wochen dienen als Bewährungsprobe für das neue Startfenster. Mit dem geplanten Flug im August 2026 muss der Konzern belegen, dass der Wechsel des Transportpartners reibungslos funktioniert. Davon hängt ab, ob das geplante Umsatzwachstum im Jahr 2027 tatsächlich an Fahrt gewinnt.

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