Aston Martin: Mit angezogener Bremse an den Markt

Das Börsendebüt der britischen Sportwagen-Schmiede Aston Martin kann man im besten Fall als durchwachsen bezeichnen. Eigentlich ist es eher eine Enttäuschung. Das Unternehmen, das vor allem durch seine James-Bond-Modelle berühmt wurde, platzierte gut 25 % seines Aktienkapitals am Markt (zusätzlich eventueller Mehrzuteilung).

Gekostet haben die Aktien 19,00 Pfund je Stück. Damit musste Aston Martin, bezogen auf die vorherige Preisspanne zwischen 17,50 bis 22,50 Pfund je Aktie, eher bescheidende Brötchen backen. Insgesamt wird das Unternehmen mit rund 4,3 Milliarden Pfund bewertet.

Aston Martin mit positiven Geschäftszahlen

Enttäuschend ist die Platzierung sicherlich auch vor allem deshalb, weil Aston Martin im Vorfeld deutliche Verbesserungen in seinen Geschäftszahlen vorweisen konnte. Erst Ende August hatte man die Halbjahreszahlen präsentiert, die beim Umsatz ein Plus von 8 % und beim Gewinn ein Wachstum von 14 % ausweisen konnten.

Fragezeichen hinter Bewertung

Allerdings wurde der Börsengang von Anfang an von Investoren und Analysten sehr skeptisch angesehen, da die angestrebte Bewertung deutlich über dem Branchendurchschnitt lag. Hier hatte man sich eher an Luxusgüter-Hersteller bzw. der Bewertung des ebenfalls auf Sportwagen spezialisierten italienischen Autobauers Ferrari orientiert. Das fanden allerdings viele dann doch für zu forsch, zumal auch Ferraris Aktie im Verlauf dieses Jahres zeitweise deutlich unter Druck stand.

Das spiegelt sich auch in den heutigen Börsen Kursen bei Aston Martin wider. Denn per Redaktionsschluss für diesen Artikel lag der Wert mit rund 18,12 Pfund deutlich unter seinem Ausgabepreis.

%d Bloggern gefällt das: