Astrazeneca Aktie: 80-Milliarden-Ziel für 2030

Der Konzern setzt auf Pipeline-Wirkstoffe, erhält eine EU-Zulassung für Enhertu und erwartet PACIFIC-9-Daten nun 2027.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzziel ohne künftige Übernahmen
  • Zwölf positive Phase-III-Ergebnisse 2026
  • EU genehmigt Enhertu im Frühstadium
  • PACIFIC-9-Ergebnisse für 2027 erwartet

AstraZeneca legt die Latte hoch: Der Pharmakonzern peilt bis 2030 einen Gesamtumsatz von 80 Milliarden Dollar an, danach soll das Wachstum weitergehen. Am selben Morgen kommt eine EU-Zulassung für Enhertu, zugleich verschiebt sich ein wichtiges Lungenkrebs-Studienergebnis.

Wachstum ohne Zukäufe

Das Umsatzziel soll nicht von künftigen Übernahmen abhängen, betont das Unternehmen. Tragen sollen es neue Wirkstoffe, deren entscheidende Studiendaten vor 2030 vorliegen. In diesem Jahr meldete AstraZeneca bislang zwölf positive Phase-III-Ergebnisse.

Die Studien aus 2026 repräsentieren laut Unternehmen einen Spitzenumsatz von mehr als 10 Milliarden Dollar. Die Phase-III-Daten aus 2027 haben nicht risikoadjustiert ein Potenzial von über 20 Milliarden Dollar. Die Pipeline soll also auch im kommenden Jahr liefern.

Enhertu rückt früher in die Behandlung

Die Europäische Kommission hat Enhertu zugelassen, und zwar als Adjuvanz bei HER2-positivem frühem Brustkrebs mit Resterkrankung nach neoadjuvanter Therapie. Es ist die erste EU-Zulassung des Mittels im kurativen Frühstadium. Zugleich ist es binnen vier Monaten die dritte EU-Zulassung für Enhertu.

Grundlage ist die Phase-III-Studie DESTINY-Breast05. Das Risiko eines Rückfalls oder Todes sank gegenüber T-DM1 um 53 Prozent. Nach drei Jahren lebten 92,4 Prozent der Patientinnen ohne invasive Erkrankung, unter T-DM1 waren es 83,7 Prozent. Neue Sicherheitssignale traten nicht auf.

Enhertu entwickelt AstraZeneca gemeinsam mit Daiichi Sankyo. Mit der Zulassung wird ein Meilenstein von 75 Millionen Dollar an den Partner fällig. Die Umsätze in den meisten EU-Ländern verbucht Daiichi Sankyo.

Verzögerung bei PACIFIC-9

Weniger erfreulich: Die Daten der Phase-III-Studie PACIFIC-9 kommen später. AstraZeneca rechnet nun im ersten Halbjahr 2027 mit ersten Ergebnissen, zuvor stand die zweite Jahreshälfte 2026 im Plan. Als Grund nennt der Konzern den ereignisgetriebenen Charakter der Studie, die Rekrutierung ist abgeschlossen.

PACIFIC-9 prüft Durvalumab in Kombination mit Monalizumab oder Oleclumab bei nicht resezierbarem Lungenkrebs im Stadium III. Der Aufschub verändert die Studie nicht, verschiebt aber den Zeitpunkt einer möglichen Bewertung.

Am Markt blieb die Reaktion verhalten. Die Aktie schloss in London zuletzt 0,23 Prozent höher bei 12.854 Pence, im vorbörslichen US-Handel gab sie leicht nach. Der nächste konkrete Termin ist das erste Halbjahr 2027, wenn die PACIFIC-9-Daten erwartet werden.

Anzeige

Stand heute, 27. Oktober: Astrazeneca – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Astrazeneca investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 27. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Astrazeneca: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Astrazeneca