Astrazeneca Aktie: Kostenschnitt für die Pipeline?

Das Restrukturierungsprogramm soll jährlich rund 1,5 Milliarden Dollar an Vorteilen bringen; Studien zeigen positive Ergebnisse für mehrere Krebsmedikamente.

Die Kernpunkte:
  • Umbau soll jährlich 1,5 Milliarden Dollar bringen
  • EU genehmigt Enhertu nach Brustkrebsoperation
  • Tagrisso-Kombination senkt Fortschrittsrisiko um 45 Prozent
  • Sonesitatug verbessert Überleben bei Magenkrebs

AstraZeneca hat heute ein Restrukturierungsprogramm angekündigt, das laut Reuters jährlich rund 1,5 Milliarden $ an Vorteilen bringen soll. Damit will das Unternehmen Investitionen in seine Entwicklungspipeline unterstützen. Die Aktie steigt heute um 3,3%; ein ursächlicher Zusammenhang mit der Ankündigung ist damit nicht belegt.

Umbau und neue Zulassung

Das Programm soll AstraZeneca laut Reuters dabei helfen, das angestrebte Jahresumsatzziel von 80 Milliarden $ für 2030 zu erreichen.

Am Dienstag erhielten AstraZeneca und Daiichi Sankyo zudem eine EU-Zulassung für Enhertu als unterstützende Monotherapie nach einer Operation. Nach Unternehmensangaben gilt sie für Erwachsene mit operiertem HER2-positivem Brustkrebs, bei denen nach einer neoadjuvanten Behandlung eine invasive Resterkrankung besteht.

Grundlage waren Ergebnisse der Studie DESTINY-Breast05. Demnach senkte Enhertu das Risiko eines invasiven Wiederauftretens der Erkrankung oder des Todes gegenüber T-DM1 um 53%.

Studiendaten zu mehreren Krebsmedikamenten

Am Sonntag meldete AstraZeneca Ergebnisse der Phase-III-Studie SAFFRON. Nach Unternehmensangaben reduzierte die Kombination aus Tagrisso und Orpathys das Risiko eines Fortschreitens der Erkrankung oder des Todes gegenüber einer platinbasierten Chemotherapie um 45%. Das Sterberisiko sank um 32%.

Untersucht wurden Patienten mit EGFR-mutiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs, deren Erkrankung nach einer Behandlung mit Tagrisso fortgeschritten war.

Ebenfalls am Sonntag berichtete AstraZeneca über die Phase-III-Studie CLARITY-Gastric01. Darin verringerte Sonesitatug Vedotin das Sterberisiko gegenüber einer Behandlung nach Wahl des Prüfarztes um 42%. Dies galt für die gesamte Studienpopulation mit fortgeschrittenem Claudin-18.2-positivem Magenkrebs in der zweiten oder einer späteren Therapielinie.

Das mediane Gesamtüberleben betrug nach Unternehmensangaben 10,6 Monate unter Sonesitatug Vedotin. In der Vergleichsgruppe lag es bei 6,4 Monaten.

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