Atoss: Eine Bestmarke jagt die andere

Mit Vorlage der Zahlen für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres konnte Atoss wieder einmal belegen, dass Rekorde nicht für die Ewigkeit sind. Das Wachstum des Anbieters für Software für den bedarfsorientierten Personaleinsatz ist durchaus beeindruckend.

 

© Atoss
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Insgesamt verbuchte Atoss im 1. Halbjahr mit 21,7 Mio. Euro einen Umsatzanstieg um 15% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In den letzten neun Geschäftsjahren wurde in diesem Bereich eine Bestmarke nach der anderen geliefert und dieser Trend setzte sich damit nahtlos fort.

 

Atoss auf der Überholspur

Dabei entfielen auf die Sparte Software Umsätze in Höhe von 13 Mio. Euro nach 11,7 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anteil dieser Umsätze liegt damit bei 60% am Gesamtumsatz. Die Sparte Beratung legte um 18% zu bei einem Umsatzanteil von 27%. In der Sparte Hardware erreichte Atoss einen Umsatz von 2,2 Mio. Euro nach 1,7 Mio. Euro im Jahr zuvor. Sonstige Umsätze lagen bei 0,7 Mio. Euro nach 0,5 Mio. im Vorjahr.

Deutlich erhöht wurde das operative Ergebnis mit 5,6 Mio. Euro nach 4,7 Mio. Euro. Dies ist umso beachtlicher, da im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr vor allem in den Bereich Forschung und Entwicklung investiert wurde.

Das Finanzergebnis erreichte 0,3 Mio. Euro und beim Ergebnis vor Steuern verzeichnete Atoss einen Anstieg von 15% auf 5,9 Mio. Euro. Das Nettoergebnis stieg um 14% auf 4 Mio. Euro. Damit lag das Ergebnis je Aktie nach 0,88 Euro im Jahr zuvor nun bei 1,00 Euro. Übertroffen wurden die eigenen Erwartungen bei der Umsatzrendite mit Bezug auf das EBIT, diese lag bei 26%.

Der operative Cashflow wurde deutlich verbessert. Nach 2,7 Mio. Euro im Vorjahr verzeichnete Atoss hier einen Anstieg um 70% auf 4,6 Mio. Euro. Damit lag die Liquidität auf Konzernebene per Ende Juni bei 21,8 Mio. Euro nach 15,3 Mio. Euro im Jahr zuvor.

 

2015 steht unter hoher Zielsetzung

Für den Rest des Geschäftsjahres geht der Vorstand von Atoss weiterhin von einem positiven Geschäftsverlauf aus. Erneut wird erwartet, eine neue Rekordmarke setzen zu können. Mit einem Auftragsbestand an Softwarelizenzen von 5,4 Mio. Euro stehen die Zeichen dafür gut.

Die EBIT-Marge soll dabei um die 25% liegen, wobei auch weiterhin hohe Investitionen geplant sind. Unter anderem soll der Vertrieb für die Erschließung neuer Märkte ausgebaut werden, aber auch in Forschung und Entwicklung fließen weiterhin Mittel von rund einem Fünftel des Umsatzes.

 

Atoss überzeugt mit durchdachtem Konzept

Diese Investitionen sollten sich aber auch auszahlen. Die Liste der Kunden, welche das Angebot von Atoss nutzen, kann sich sehen lassen. So zählen beispielsweise Coca-Cola, Deutsche Bahn, Sixt, Lufthansa und Aldi Süd zu den Nutzern der Anwendungen des Unternehmens.

Der Konzern hat es sich mit seinem Workforce Management zum Ziel gesetzt, vorhandene Ressourcen an Personal noch intelligenter einzusetzen. Dadurch will man die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Unternehmen stärker unterstützen.

Dieser so genannte bedarfsoptimierte Einsatz von Personal wirkt dabei auf mehreren Ebenen. Dadurch werden Kosten gespart bei gleichzeitig erhöhter Produktivität und Servicequalität.

 

Startet die Aktie einen neuen Angriff?

Die Aktie erreichte in den letzten Monaten mehrmals Spitzenwerte von 49,00 Euro. Als Anfang Mai ein Mitglied des Aufsichtsrates einen Teil seiner Anteile verkaufte, sorgte dies anscheinend für Unsicherheit im Markt.

Hier zogen offensichtlich einige Anleger mit und folgend sank der Kurs bis Mitte Juni auf 36,25 Euro. Damit war jedoch auch das Ende erreicht und die Rallye konnte wieder starten. Vor zwei Tagen wurde erneut die Marke bei 49,00 Euro getestet, konnte aber nicht überwunden werden.

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Heute legten die Papiere bereits um mehr als 3,4% zu und notieren aktuell bei 47,58 Euro. Damit sollte jedoch noch nicht das Ende erreicht sein. Wir gehen davon aus, dass ein erneuter Versuch zum Knacken der 49,00 Euro Marke erfolgen wird. Atoss ist nicht nur finanziell sehr gut ausgestattet, das Konzept überzeugt auch weiterhin wie die Zahlen untermauert haben.

 

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