Auch Fiat Chrysler hat sein Dieselgate

Für die Aktien des italienisch-amerikanischen Autobauers Fiat Chrysler war der gestrige Tag ein sehr schwarzer. Denn Vorwürfe der amerikanischen Umweltbehörde EPA sorgten dafür, dass die Aktie kräftig in die Knie ging. Die US-Umweltschützer werfen dem Konzern vor, eine illegale Software zur Manipulation von Schadstoffwerten eingesetzt zu haben.

Damit hat nach Volkswagen nun anscheinend auch Fiat Chrysler sein Dieselgate. Konkret soll es um 104.000 Lastwagen und SUVs gehen, die seit 2014 von der US-Tochter Chrysler verkauft wurden. Die EPA wirft dem Unternehmen vor, eine Software benutzt zu haben, durch die eine Überschreitung der Emissionsgrenzen für Schadstoffwerte möglich war, ohne dass dies bei Tests aufgefallen wäre.

Fiat Chrysler drohen Milliarden-Strafen

Fiat Chrysler erklärte, dass man sich immer an die gesetzlichen Anforderungen gehalten hätte. Sollten sich die Vorwürfe dennoch bewahrheiten, drohen dem Konzern wie bei Volkswagen milliardenschwere Strafzahlungen. Darüber hinaus könnte Fiat Chrysler wie auch Volkswagen milliardenschwere Schadenersatz-Zahlungen leisten müssen.

Bereits jetzt sind zwei Sammelklagen anhängig, welche die Chrysler-Modelle Grand Cherokee und Dodge Ram 1500 betreffen, die in den Jahren 2014 bis 2016 gebaut wurden. Immerhin: Die Börse rechnet im schlimmsten Fall mit einem ähnlichen Verlauf der Affäre wie bei Volkswagen. Sprich: Auch hier dürfte am Ende eine Einigung mit Verbrauchern und Behörden stehen. Deshalb kann sich die Aktie von Fiat Chrysler nach ihrem Einbruch am gestrigen Handelstag heute wieder um rund 5 % verbessern.

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