Aumann Aktie: 1,11 Euro Dividende zur Abstimmung Freitag
Aumann schüttet 1,11 Euro je Aktie aus, während der Auftragseingang im Bereich Next Automation deutlich zulegt und die E-Mobility-Sparte schwächelt.

- Hauptversammlung am Freitag
- Sonderdividende von 0,86 Euro
- Next Automation mit Auftragsplus
- Umsatzprognose bei 160 Millionen Euro
Anleger des Spezialmaschinenbauers Aumann blicken in dieser Woche gespannt auf den kommenden Freitag. Die anstehende Hauptversammlung markiert einen wichtigen Termin im Finanzkalender, da das Unternehmen eine Ausschüttung plant, die deutlich über dem Niveau der vergangenen Jahre liegt.
Mit der Kombination aus einer Basisdividende und einer Sonderzahlung unterstreicht die Gesellschaft ihre starke Liquiditätsposition, während das operative Geschäft derzeit von einem Umbruch in den Auftragsstrukturen geprägt ist.
Dividendenausschüttung und Hauptversammlung
Im Zentrum der Versammlung am Freitag steht der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, eine Dividende in Höhe von insgesamt 1,11 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 auszuschütten. Diese Summe setzt sich aus einer Basisdividende von 0,25 Euro und einer Sonderdividende von 0,86 Euro zusammen. Der Ex-Dividende-Termin für diese Zahlung ist für den kommenden Montag vorgesehen.
Medienberichten zufolge wird am Markt aufgrund der Höhe der Ausschüttung ein entsprechender Kursabschlag zum Wochenbeginn erwartet. Die Entscheidung für die Sonderdividende folgt auf einen Zeitraum, in dem das Unternehmen bereits Kapital an die Aktionäre zurückgegeben hat. Erst im Juli schloss Aumann ein Aktienrückkaufangebot ab, bei dem rund 1,29 Millionen Anteile zu einem Erwerbspreis von 17,80 Euro je Aktie zurückgekauft wurden.
Halbjahreszahlen zeigen Verschiebungen im Auftragsmix
Die jüngsten operativen Ergebnisse für das erste Halbjahr 2026 verdeutlichen die aktuelle Transformation des Unternehmens. Der Konzernumsatz lag mit 70,6 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 108,3 Millionen Euro. Auch das Konzernergebnis ging auf 3,7 Millionen Euro zurück, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 6,4 Millionen Euro erzielt worden waren. Das Ergebnis je Aktie belief sich entsprechend auf 0,28 Euro.
Trotz des Umsatzrückgangs blieb die Profitabilität auf Ebene der operativen Marge stabil. Die EBITDA-Marge lag im ersten Halbjahr bei 10,5 Prozent. Besonders auffällig ist die Verschiebung innerhalb der Geschäftsbereiche: Während der Auftragseingang im Segment E-Mobility mit 27,7 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau blieb, verzeichnete der Bereich Next Automation einen signifikanten Zuwachs.
Hier stieg der Auftragseingang auf 37,7 Millionen Euro, verglichen mit 21,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der gesamte Auftragsbestand summierte sich zum Stichtag auf 115,4 Millionen Euro.
Analysteneinschätzung und Ausblick auf das Gesamtjahr
Die Experten der Montega AG veröffentlichten am Montag eine neue Analyse zu dem Unternehmen, in der sie die aktuelle Entwicklung bewerten. Ein zentraler Pfeiler für die Stabilität des Konzerns bleibt die hohe Nettoliquidität, die zum Ende des ersten Halbjahres 154,4 Millionen Euro betrug. Diese finanzielle Ausstattung ermöglicht es Aumann, die strategische Neuausrichtung voranzutreiben und gleichzeitig attraktive Kapitalrückführungen an die Aktionäre zu leisten.
Für das Gesamtjahr 2026 hält das Management an seiner Prognose fest. Erwartet wird ein Umsatz in der Größenordnung von 160 Millionen Euro bei einer EBITDA-Marge zwischen 6 und 8 Prozent.
An der Börse schloss das Papier gestern bei 14,65 Euro. Damit notiert die Aktie derzeit etwa 9,5 Prozent über ihrem gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage, der bei 13,38 Euro liegt. Zum 52-Wochen-Hoch von 16,20 Euro verbleibt ein Abstand von rund 9,6 Prozent.
Die künftige Entwicklung dürfte maßgeblich davon abhängen, wie schnell die Zuwächse im Bereich Next Automation die aktuelle Schwäche im Segment E-Mobility kompensieren können. Die solide Auftragslage in der Automatisierungstechnik bietet hierfür eine erste Grundlage für das zweite Halbjahr. Zudem hat der Vorstand die amtierenden Mitglieder bereits für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt, was auf Kontinuität in der strategischen Führung hindeutet.
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