Aurelius: Mit neuem Kursziel auf Höhenflug

Die Beteiligungsgesellschaft Aurelius ist seit Mitte Februar im Rallye-Modus. Das hat zum einen mit den starken Geschäftszahlen des vergangenen Jahres zu tun, andererseits mit Veränderungen im Beteiligungsportfolio. Mit dem Resultat, dass nicht nur die Aktie im starken Aufwind ist, sondern auch die jüngsten Analystenkommentare dies nachvollziehen.

© Aurelius
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Anfang des Monats begeisterte Aurelius den Markt mit der Nachricht, dass man im vergangenen Jahr erstmals in der Firmengeschichte die Umsatzmarke von 2 Mrd. Euro übertreffen konnte. Gleichzeitig erreichte das operative EBITDA ebenfalls einen Rekordwert von über 123 Mio. Euro.

Aurelius schließt guten Verkaufs-Deal ab

Damit scheinen die Weichen für ein weiteres erfolgreiches Jahr gestellt zu sein. Was aktuell aber besonders elektrisiert, ist der Verkauf der Beteiligung fidelis HR. Hierbei geht es um Human Resources Management. Dabei kam das Unternehmen nach einer umfangreichen Restrukturierung durch Aurelius auf einen Jahresumsatz von 55 Mio. Euro und eine EBITDA-Marge von rund 10%.

Nun konnte Aurelius das Unternehmen verkaufen und dürfte dabei Cash-Erlöse von über 60 Mio. Euro generiert haben. Das entspräche einem Cash-Multiple gegenüber dem ursprünglichen Kaufpreis von rund dem 40fachen, was erneut ein starker Beweis für die hohe Profitabilität des Aurelius-Geschäftes ist. Für Aurelius selbst bedeutet dieser Deal, dass auf das Ergebnis des ersten Quartals über 50 Mio. Euro auf das EBITDA draufgeschlagen werden könnten.

Mehr Dividende, höheres Kursziel

Entsprechend haben Analysten nun auch ihre Bewertungen angepasst. Wobei hier auch eine Rolle spielt, dass Aurelius durch den Deal in die Lage versetzt wird, den Aktionären eine Sonderdividende auszuschütten. Diese wird auf 0,80 Euro je Aktie geschätzt, was Aurelius insgesamt eine erwartete Dividendenrendite von 3,6% für dieses Jahr geben würde.

Aufgrund der Tatsache, dass für den Verlauf des Jahres noch weitere Exits möglich sein könnten und Aurelius über 600 Mio. Euro in der Kasse hat, um einerseits Aktienrückkäufe, aber auch Neu-Akquisitionen zu tätigen, wird der Aktie auch ein höheres Kursziel zugebilligt. So hat Hauck & Aufhäuser in einer neuen Kurz-Studie nach dem fidelis-Verkauf das Kursziel von bisher 50 auf 64 Euro angehoben. Baader, die sich ebenfalls positiv zu dem Deal geäußert haben, bleiben zwar vorerst bei den bisherigen 50 Euro Kursziel. Doch auch hier ist zu erwarten, dass es eine Anpassung geben könnte.

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Fazit: Die Rallye hat Aurelius bereits in den Bereich um die 50 Euro geführt, was aus charttechnischen Erwägungen eigentlich nach einer Konsolidierung ruft. Wer investiert ist, sollte es auf jeden Fall bleiben, ansonsten würden wir für Neu- und Nachkäufe auf eine Zwischenkorrektur auf das Niveau um 47 Euro spekulieren.

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