Aurora Cannabis Aktie: Leuna wächst kräftig

Die modernisierte Anlage erhielt eine erweiterte EU-GMP-Lizenz; konkrete Angaben zur künftigen Erntemenge macht Aurora nicht.

Die Kernpunkte:
  • Leuna-Ausbau ist abgeschlossen
  • Erweiterte EU-GMP-Lizenz erteilt
  • Standort heißt nun Aurora Horizon
  • Künftige Erntemenge bleibt unbeziffert

Aurora Cannabis hat den Ausbau seiner deutschen Produktionsstätte in Leuna abgeschlossen. Die Anlage in Sachsen-Anhalt soll künftig mehr als doppelt so viel Cannabisblüten pro Jahr liefern wie bisher erwartet. Für den Konzern ist das ein Baustein im wichtigsten europäischen Wachstumsmarkt.

Neuer Name, neue Kapazität

Das Unternehmen investierte nach eigenen Angaben einen mehrstelligen Millionenbetrag in den Standort. Die Anlage trägt jetzt den Namen Aurora Horizon, ausgewählt hat ihn das lokale Team. Die Zuständigkeit für die Genehmigung liegt beim Landesamt für Soziales, Jugend und Gesundheit Sachsen-Anhalt, das eine erweiterte EU-GMP-Lizenz für die neu gebauten Bereiche erteilt hat.

Technisch übernimmt Leuna die Anbaumethoden aus Aurorras kanadischen Betrieben. Das betrifft Beleuchtung, Bewässerung, Ernte und die Weiterverarbeitung nach der Ernte. Hinzu kommen Genetiken aus der Forschungsanlage Aurora Coast in British Columbia. Nach Unternehmensangaben erreicht der Standort damit bereits die Leistungswerte anderer Betriebe im Netzwerk.

Warum Deutschland zählt

Deutschland gehört für Aurora zu den am schnellsten wachsenden Märkten für medizinisches Cannabis. Das Unternehmen sieht sich als einer von nur drei inländischen Produzenten. Das ist ein Vorteil, wenn die Nachfrage anzieht und Lieferketten belastbar bleiben müssen.

„Der Abschluss der Umgestaltung unseres Standorts in Leuna ist ein wichtiger Meilenstein“, sagte Alex Miller, Operations-Chef von Aurora. Der Ausbau stärke die Versorgung von Patienten in Deutschland und die europäische Wachstumsstrategie. Zudem soll er Arbeitsplätze in der Region schaffen.

Konkrete Zahlen zur künftigen Erntemenge nennt der Konzern nicht, auch nicht zu den Kosten im Detail. Wie schnell die neuen Flächen in Umsatz münden, hängt davon ab, wann sie voll in Betrieb gehen und wie stark die Nachfrage in Deutschland und Europa tatsächlich wächst. Quartalszahlen mit Hinweisen auf die Auslastung dürften die nächste Gelegenheit sein, den Effekt zu überprüfen.

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