Aurubis vertröstet Anleger auf das nächste Jahr

Der Kupfer-Konzern Aurubis hat mit seinen Zahlen zum Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr nicht überzeugt. Der Rückgang bei Umsatz und Gewinn war jedoch zu großen Teilen erwartet worden. Im laufenden Geschäftsjahr sollen sich die Geschäfte des MDax-Unternehmens wieder verbessern – auch Übernahmen sind zukünftig nicht ausgeschlossen.

Der Umsatz sank um etwa 14 Prozent auf 9,48 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Steuern ging sogar um 38 Prozent auf 213 Millionen Euro zurück. Gleichzeitig will das Unternehmen eine geringere Dividende ausschütten. Von 1,35 Euro je Aktie im Vorjahr soll die Ausschüttung jetzt nur noch 1,25 Euro betragen.

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Vor allem die Dividendenkürzung war eine negative Überraschung für Anleger und Analysten. Ein Umsatz- und Gewinnrückgang war – wenn auch etwas weniger deutlich – im Vorfeld erwartet worden. Angesichts der bisherigen Quartalszahlen von Aurubis im Geschäftsjahr 2015/2016 kamen die nun vorgelegten Zahlen jedoch keinesfalls aus heiterem Himmel.

Probleme im abgelaufenen Geschäftsjahr – Optimismus für das aktuelle

Die Probleme von Aurubis im Geschäftsjahr 2015/2016 waren vielfältig. Als Grund für den Rückgang bei Umsatz und Gewinn nannte die Konzernspitze vor allem die teils niedrigen Preise und die Schwierigkeiten mit dem Werk in Bulgarien. Auch der schwächelnde Altkupfermarkt und der Preisdruck bei der Schwefelsäure belasteten den Rohstoff-Konzern.

Seit Oktober ist der Preis für Kupfer jedoch wieder deutlich geklettert. Und trotz Unsicherheit bei der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist die Konzernspitze optimistisch für das laufende Geschäftsjahr. Aurubis erwartet ein deutlich steigendes EBT für 2016/2017. Auch eine neue Übernahmestrategie könnte in 2017 formuliert und ausgearbeitet werden – derzeit habe man aber keine konkreten Projekte.

Aurubis-Aktie grundsätzlich im Aufwärtstrend

Seit Ende Januar 2016 hat die Aktie von Aurubis fast 40 Prozent zugelegt. Nach der Gewinnwarnung im vergangenen Jahr und dem damit verbundenen Einbruch des Papiers hat sich der Kupfer-Konzern wieder deutlich erholt. Auch nach der Vorlage der jüngsten Jahreszahlen ist die Aktie nur kurzzeitig in den Keller gerutscht, bis zum heutigen Mittag hat der Titel die Verluste wieder aufgeholt. Angesichts der stabilen Preise für Kupfer und dem guten Ausblick auf 2017 bleibt ein positiver Gesamteindruck.

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