Autokonzerne auf Sparkurs

Ford wird 5.000 Stellen streichen. Opel kündigt Auszubildenden nach Abschluss ihrer Lehre und VW baut 5.000 bis 7.000 Stellen in den nächsten 5 Jahren ab, um Milliarden einzusparen. Die deutschen Autokonzerne gehen auf Sparkurs.

Bei Ford sollen 500 Millionen US-Dollar eingespart werden, schreibt der Konzern. Dafür müssen rund 5.000 Mitarbeitende gehen. Die Geschäftsführung will wohl betriebsbedingte Kündigungen vermeiden. Denn der Jobabbau soll über Abfindungen für Beschäftigte bis 49 und Frühverrentungen von Mitarbeitern über 50 Jahren erreicht werden.

Erst wenn man genau absehen kann, wie viele das Angebot annehmen, kann auch eine Aussage über die Aufteilung auf die verschiedenen Standorte gemacht werden. Momentan sind rund 18.000 Beschäftigte in Köln, 200 in Aachen und 6.000 im saarländischen Saarlouis tätig.

Diese Maßnahme von Ford ist wohl nötig, um "in Europa schnellstmöglich wieder zu einem profitablen Geschäft zurückzukehren", sagte ein Unternehmenssprecher.

Das gab es bei Opel noch nie

Und auch Autobauer Opel in Rüsselsheim machte diese Woche Schlagzeilen. Denn nach Informationen von IG-Metall-Vertrauensleuten werden die Verträge von 50 Auszubildenden auslaufen und wahrscheinlich nicht verlängert. Das Gleiche betrifft Lehrlinge, die im Winter 2019 auslernen. Auch sie sollen nur Jahresverträge erhalten, die dann auslaufen. An den Standorten Kaiserslautern, Eisenach und Bochum sieht es nicht anders aus, auch hier wird die Ausbildung zurückgefahren, heißt es vom Unternehmen.

VW spart Milliarden

VW will ebenfalls Milliarden einsparen. Bis zu 7.000 Stellen will der Konzern in seiner Kernmarke abbauen. Das Geld soll in die E-Mobilität und Digitalisierung gesteckt werden. Mit automatisierten Routinearbeiten, Materialeinsparungen und geringerer Modellvielfalt will Volkswagen ab 2023 die Kosten weiter senken und eine Gewinnverbesserung von 5,9 Milliarden Euro jährlich erzielen.

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