Avantium Aktie: Neue Verzögerungen
Avantium erweitert sein Vertriebsnetz für biobasierte Chemikalien, während technische Hürden in der Pilotanlage den Zeitplan verschieben und Zusatzkosten verursachen.

- Kooperation mit Will & Co für neue Absatzmärkte
- Start der Referenzanlage auf Mitte 2026 verschoben
- Nachbesserungen verursachen 7 Millionen Euro Mehrkosten
- Kommerzielle Verkäufe erst ab zweitem Halbjahr 2026
Avantium erweitert sein Vertriebsnetz für biobasierte Chemikalien durch eine neue Kooperation mit dem Spezialchemikalien-Händler Will & Co. Doch während die Markterschließung voranschreitet, bremsen technische Probleme in der Pilotanlage den Zeitplan erneut aus. Kann die Verbreiterung der Anwendungsfelder die steigenden Kosten und Verzögerungen langfristig auffangen?
- Neue Partnerschaft: Kooperation mit Will & Co zur Vermarktung von FDCA in den Bereichen Lacke, Klebstoffe und Elastomere.
- Anlagen-Update: Inbetriebnahme der FDCA-Referenzanlage in Delfzijl verzögert sich auf Mitte 2026.
- Zusatzkosten: Nachbesserungen an Schweißnähten verursachen rund 7 Millionen Euro an zusätzlichen Investitionskosten.
- Verkaufsstart: Kommerzielle Produktverkäufe werden nun erst für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.
Expansion in neue Märkte
Die Zusammenarbeit mit Will & Co zielt darauf ab, den Einsatz von Furandicarbonsäure (FDCA) in industriellen Anwendungen zu beschleunigen. Der Fokus liegt dabei auf dem sogenannten CASE-Sektor (Coatings, Adhesives, Sealants, Elastomers). Durch die Integration des pflanzenbasierten Bausteins in Produkte wie Farben oder Bodenbeläge will Avantium die Reichweite seiner YXY-Technologie über die reine Kunststoffherstellung hinaus vergrößern.
Die Technologie bildet die Basis für den nachhaltigen Kunststoff PEF, der unter dem Markennamen Releaf bekannt ist. Mit der neuen Partnerschaft reagiert das Unternehmen auf die Notwendigkeit, bereits vor dem großflächigen Marktstart feste Abnahmestrukturen in verschiedenen Industriesegmenten zu etablieren.
Technische Hürden in Delfzijl
Der Hochlauf der weltweit ersten kommerziellen FDCA-Anlage in Delfzijl verläuft jedoch nicht reibungslos. Probleme mit Titan-Schweißnähten an den Rohrleitungen machen umfangreiche Nachbesserungen erforderlich. Diese Korrekturen sind notwendig, um einen sicheren und zuverlässigen Betrieb der Anlage zu gewährleisten, führen jedoch zu einer Verschiebung des Betriebsstarts auf Mitte 2026.
Die Reparaturmaßnahmen belasten die Bilanz mit zusätzlichen Investitionsausgaben in Höhe von 7 Millionen Euro. Das Management prüft derzeit vertragliche und rechtliche Optionen, um diese unvorhergesehenen Kosten gegebenenfalls geltend zu machen. Trotz dieser Rückschläge meldet das Unternehmen operative Fortschritte: Die Zucker-Dehydrierungseinheit der Anlage ist bereits in Betrieb. Die weiteren Arbeiten konzentrieren sich nun auf die Oxidations- und Reinigungseinheiten.
Der Fokus liegt in den kommenden Monaten auf der technischen Umsetzung des Sanierungsplans, um den angepassten Zeitplan für das Jahr 2026 einzuhalten. Anleger werden insbesondere die Entwicklung der Kapitalkosten und den Fortschritt der verbleibenden Anlageneinheiten beobachten müssen, bevor im zweiten Halbjahr 2026 die ersten kommerziellen Umsätze fließen können.
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