Axa Aktie: S-RM-Übernahme bis Ende September geplant

Axa steigert Halbjahresgewinn um acht Prozent und übernimmt Cyber-Spezialist S-RM vollständig. Neuer Strategieplan folgt im September.

Die Kernpunkte:
  • Bereinigtes Ergebnis steigt um acht Prozent
  • Übernahme von Cyber-Berater S-RM
  • Aktienrückkäufe im Wert von 1,5 Milliarden Euro
  • Strategieplan für 2027 bis 2029 angekündigt

Der französische Versicherungskonzern Axa hat das erste Halbjahr 2026 mit einem deutlichen Gewinnplus abgeschlossen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg um 8,0 Prozent auf 2,19 Euro. Damit liegt das Unternehmen am oberen Ende der eigenen Jahresprognose, die ein Wachstum von bis zu acht Prozent vorsieht. Der Nettogewinn kletterte im selben Zeitraum auf rund 4,17 Milliarden Euro.

Kräftiges Gewinnwachstum in Kernsparten

Besonders stark entwickelte sich das Segment Lebens- und Krankenversicherung, das einen Ergebnisanstieg von 11,0 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro verzeichnete. In der Schaden- und Unfallversicherung kletterte das Ergebnis um 6,0 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Das Unternehmen profitierte hierbei von einer stabilen Schaden-Kosten-Quote von 90,1 Prozent.

In der Sparte Axa XL Reinsurance gingen die Prämien hingegen um 9,0 Prozent zurück. Der Konzern begründete diesen Rückgang mit einer bewussten Reduzierung des Volumens als Reaktion auf sinkende Marktpreise im Rückversicherungsgeschäft.

Insgesamt stiegen die Bruttobeitragseinnahmen der Gruppe auf vergleichbarer Basis um 5,0 Prozent auf 66,3 Milliarden Euro. Parallel dazu verbesserte sich die finanzielle Stabilität: Die Solvabilitätsquote lag zum 30. Juni bei 218 Prozent, was einem Anstieg von drei Prozentpunkten seit Jahresbeginn entspricht.

Expansion im Bereich Cyber-Sicherheit

Neben dem operativen Geschäft treibt die Gruppe ihre strategische Neuausrichtung voran. Die Tochtergesellschaft Axa XL gab am 6. August bekannt, die verbleibenden 51 Prozent an dem Londoner Beratungsunternehmen S-RM zu übernehmen. S-RM ist auf Unternehmensaufklärung und Cyber-Sicherheit spezialisiert. Mit dieser Transaktion, die bis Ende September abgeschlossen sein soll, sichert sich Axa die vollständige Kontrolle über den Dienstleister.

Gleichzeitig setzt der Konzern seine aktionärsfreundliche Kapitalpolitik fort. Im ersten Halbjahr wurden Aktien im Wert von 1,5 Milliarden Euro zurückgekauft. Darin enthalten sind rund 300 Millionen Euro für Rückkäufe, die eine Verwässerung durch den bereits vollzogenen Verkauf von Axa Investment Managers an BNP Paribas verhindern sollen.

Analysten erwarten neuen Strategieplan

Die Analysten bewerten die aktuelle Lage überwiegend positiv. Das Analysehaus Jefferies bekräftigte am 4. August seine Kaufempfehlung für die Aktie. Die DZ Bank stufte das Papier am 3. August zwar von „Kaufen“ auf „Halten“ herab, hob jedoch gleichzeitig das Kursziel auf 47,00 Euro an.

Marktbeobachter richten ihre Aufmerksamkeit nun verstärkt auf den 15. September. An diesem Tag will das Management den neuen Strategieplan für den Zeitraum von 2027 bis 2029 präsentieren.

An der Börse zeigt sich der Wert stabil. Mit einem aktuellen Kurs von 44,64 Euro notiert die Aktie seit Jahresbeginn 8,45 Prozent im Plus. Bis zum 52-Wochen-Hoch bei 45,89 Euro fehlen dem Papier damit nur noch etwa 2,7 Prozent. Medienberichten vom Montag zufolge wird der faire Wert der Aktie auf Basis aktueller Wachstumsprognosen bei über 48 Euro gesehen.

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