Axel Springer hat deutlich mehr verdient und steigert die Dividende

Das Verlagshaus Axel Springer hat im vergangenen Jahr bei stagnierenden Erlösen deutlich mehr verdient und hebt seine Dividende um 10 Cent auf 1,90 Euro an.

Der Umsatz des Berliner Medienkonzerns stagnierte im vergangenen Jahr wie erwartet bei 3,3 Mrd. Euro. Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte stieg der Konzernumsatz um 4,1 %. Damit hat Axel Springer seine strategischen und wirtschaftlichen Prioritäten im Geschäftsjahr 2016 erfolgreich umgesetzt und seine eigenen Konzernziele erreicht. Unterm Strich verdienten die Hauptstädter in 2016 427 Mio. Euro (nach noch 252 Mio. Euro im Jahr zuvor). Bereinigt um Sondereffekte und Abschreibungen stieg der Konzernüberschuss um 7,4 % auf 300 Mio. Euro.

© Axel Springer

Der Vorstandsvorsitzender Dr. Mathias Döpfner spricht vom führenden Digitalverlag: „In einem erfolgreichen Jahr 2016 haben wir weiter in Wachstum investiert und unsere Position als Europas führender Digitalverlag weiter ausgebaut. Diese Strategie zahlt sich aus: Axel Springer verfügt heute über das weltweit umsatzstärkste Rubriken-Portfolio mit einer großen Zahl marktführender Angebote. In diesem Jahr wollen wir die Potenziale unserer Aktivitäten noch besser ausschöpfen und den Fokus auf weitere Ertragssteigerungen richten.“

Rubriken-Angebot waren Wachstumstreiber bei Axel Springer

Die Wachstumstreiber des letzten Jahres waren vor allem die sogenannten Rubriken-Angebote. Unter ihnen werden z.B. die Immobilien- und Stellenportale gebündelt. Hier stieg der Umsatz um 16,8 % auf 880 Mio. Euro an. Die Bezahlangebote, die die Zeitungen und Zeitschriften sowohl online als auch im Print umfassen, mussten einen Umsatzrückgang um 6,4 % hinnehmen. Dies lag laut Konzern allerdings größtenteils an der Ausgliederung der Schweizer Aktivitäten. Der Bereich Vermarktungsangebote, der sich aus Geldern von Anzeigenkunden speist, verbuchte ebenfalls einen leichten Umsatzrückgang.

Digitale Welt wird immer wichtiger

Die digitalen Aktivitäten gewannen beim MDAX-Konzern im vergangenen Jahr immer mehr an Gewicht: Im Berichtsjahr erwirtschafteten sie 67,4 % des Konzernumsatzes, 84,8 % der Werbe-Erlöse und 72,5 % des Konzern-EBITDA. Konsolidierungs- und währungsbereinigt stiegen die Umsatzerlöse der digitalen Medien um 10,7 %.

Weiterer Umsatzanstieg geplant

Für das laufende Jahr erwartet Springer einen Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich. Der Zuwachs der Werbe-Erlöse soll den leichten Rückgang der Vertriebs-Erlöse und übrigen Umsätze voraussichtlich überkompensieren. Das Ebitda und das bereinigte Ergebnis je Aktie sollen laut Schätzung im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich zulegen.

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