Axel Springer in Kauflaune

Für das Medienunternehmen Axel Springer lief das letzte Geschäftsjahr durchaus gut. Neben einer weiteren Umsatzsteigerung erhöhte sich neben dem EBITDA auch der Konzernüberschuss in signifikanter Höhe.

© Axel Springer
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Heute stimmte der Aufsichtsrat des Konzerns dem Erwerb von rund 93% der Anteile an der amerikanischen eMarketer, Inc., durch eine Tochtergesellschaft zu. eMarketer ist Anbieter von hochwertigen Analysen, Reports und Daten für die digitale Wirtschaft und erzielt rund 81% der Erlöse durch Abonnementverträge.

Im vergangenen Geschäftsjahr lag der Umsatz des Unternehmens bei 45,5 Mio. Dollar und das EBITDA bei 13,5 Mio. Dollar. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Umsatz von rund 53 Mio. Dollar und ein EBITDA von rund 18,5 Mio. Dollar erwartet.

Axel Springer lässt sich die Transaktion etwas kosten

Der Deal soll auf Grundlage einer Unternehmensbewertung von rund 250 Mio. Dollar erfolgen. Unter Berücksichtigung der liquiden Mittel und Verbindlichkeiten legt Axel Springer für den Anteilserwerb rund 242 Mio. Dollar auf den Tisch, also in etwa 213 Mio. Euro.

Der Konzern legt damit eine weitere Basis innerhalb seiner Konzernstrategie, welche ein Wachstum im englischsprachigen Raum vorsieht. Zugleich will man die eigene Paid Content-Aktivitäten durch den Zukauf weiter stärken.

160610 Axel Springer

 

Begeisterung an der Börse sieht anders aus. Die Aktien des Konzerns sackten im bisherigen Tagesverlauf weiter ab, was jedoch auch dem allgemein schwachen Börsenumfeld am heutigen Tag zumindest teilweise geschuldet sein kann.

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