AXT Aktie: 87,5 Millionen Dollar von Lumentum
AXT verzeichnet dank Indiumphosphid-Mangel Rekordumsatz und Rückkehr in die Gewinnzone. Ein Großauftrag sichert die Produktion bis 2031 ab.

- Rekordumsatz im InP-Segment erzielt
- Rückkehr in die Gewinnzone geschafft
- Langfristiger Liefervertrag mit Lumentum
- Analysten stufen Aktie auf Strong Buy hoch
AXT profitiert signifikant von einer sich zuspitzenden Marktsituation im Bereich der optischen Kommunikation. Wie Medienberichten unter Berufung auf United Daily News zu entnehmen ist, herrscht bei Substraten und epitaktischen Wafern aus Indiumphosphid (InP) derzeit eine gravierende Unterversorgung.
Diese Knappheit im Sektor führte gestern zu einer erneuten Neubewertung des Unternehmens an der Börse, die durch die jüngste Rückkehr in die Gewinnzone und einen bedeutenden Großauftrag untermauert wird.
Massive Unterversorgung im optischen Sektor
Das Halbleitermaterial Indiumphosphid gilt als unverzichtbare Komponente für die optische Konnektivität in Rechenzentren und für den Ausbau der Infrastruktur im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI).
Die hohe Nachfrage aus diesen Bereichen traf zuletzt auf ein begrenztes Angebot. AXT konnte diesen Trend bereits operativ nutzen: Vor gut einer Woche meldete das Unternehmen für das zweite Quartal 2026 einen Rekordumsatz von 30,7 Millionen US-Dollar allein im InP-Segment.
Insgesamt kletterte der Konzernumsatz im zweiten Quartal um 164 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 47,6 Millionen US-Dollar. Damit gelang AXT die Rückkehr in die Profitabilität mit einem Nettogewinn von 11,1 Millionen US-Dollar nach GAAP-Standard. Für das laufende dritte Quartal gab die Unternehmensführung zudem einen positiven Ausblick und stellt einen Nettogewinn zwischen 0,29 und 0,31 US-Dollar pro Aktie in Aussicht.
Langfristige Verträge und operative Wende
Parallel zur positiven Marktentwicklung sicherte sich das Unternehmen langfristige Planungssicherheit. Am Montag letzter Woche wurde eine weitreichende Vereinbarung mit Lumentum Operations bekannt gegeben.
Der Vertrag sieht die Lieferung von Indiumphosphid-Substraten sowie Kapazitätsreservierungen bis zum Jahr 2031 vor. Im Rahmen dieses Abkommens erhält AXT Anzahlungen in Höhe von 87,5 Millionen US-Dollar, die mit künftigen Warenlieferungen verrechnet werden sollen.
Zusätzlich zu diesen operativen Fortschritten gab es strukturelle Anpassungen in der Unternehmensführung. AXT änderte seine Satzung, um das erforderliche Quorum für Aktionärsversammlungen auf ein Drittel der stimmberechtigten Aktien zu senken. Auf Ebene der Insider-Transaktionen wurde zudem bekannt, dass Leonard J. LeBlanc, ein Mitglied des Board of Directors, am 7. August den Verkauf von 2.000 Aktien anmeldete.
Institutionelles Interesse und Ausblick
Die Kombination aus Sektordynamik und den starken Quartalszahlen rief auch Analysten und institutionelle Anleger auf den Plan. Die Experten von Zacks Research stuften die Aktie am 13. August von „Hold“ auf „Strong Buy“ hoch. Bereits am 9. August wurde bekannt, dass der California State Teachers Retirement System eine Position von 64.406 Aktien im Wert von rund 3,67 Millionen US-Dollar erworben hat, was einem Anteil von 0,10 Prozent entspricht.
An der Börse spiegelt sich die dynamische Entwicklung deutlich wider: Seit Jahresbeginn hat die Aktie ein Plus von 518 % erzielt. Am heutigen Dienstag notiert das Papier im vorbörslichen Handel bei 79,46 Euro, was einem Rückgang von 4,1 % entspricht. Dennoch hält der Wert einen deutlichen Abstand von 33 % zu seinem 50-Tage-Durchschnitt, der aktuell bei 59,80 Euro verläuft.
Anleger richten ihr Augenmerk nun auf die kommenden Wochen, in denen AXT auf mehreren Fachkonferenzen vertreten sein wird. Geplant sind Teilnahmen an der Needham Semiconductor & SemiCap Conference am 20. August sowie weitere Präsentationen in New York bei der B. Riley Securities Consumer & TMT Conference am 10. September und dem Morgan Stanley ASIA Best Corporate Day am 21. und 22. September.
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