AXT Aktie: Auftragsbestand über 100 Millionen Dollar

AXT hält trotz Kursrückgang an der Quartalsprognose fest, während BlackRock einsteigt und China-Risiken die Anleger weiter beschäftigen.

Die Kernpunkte:
  • Auftragsbestand reicht bis 2027
  • Aktie verliert binnen Monatsfrist 19 Prozent
  • Management bestätigt Quartalsprognose
  • BlackRock meldet 7,75-Prozent-Beteiligung

AXT kämpft mit einem Widerspruch, der Anleger seit Wochen beschäftigt: Das Unternehmen sitzt auf einem prall gefüllten Auftragsbuch, während die Aktie im Sinkflug bleibt. Der Auftragsbestand aus Lieferverträgen des zweiten Quartals 2026 überschritt Berichten zufolge die Marke von 100 Millionen Dollar und reicht über Kundenverträge mit Casela, Coherent und Lumentum bis ins Jahr 2027 hinein.

Auftragsbuch als Kontrapunkt zum Kursverlauf

Diese langfristige Visibilität steht in scharfem Kontrast zur Kursentwicklung der vergangenen Wochen. Am Dienstag verlor das Papier weitere 7,8 Prozent und schloss bei 48,10 Euro. Auf Wochensicht summiert sich der Rückgang auf 14 Prozent, auf Monatssicht auf 19 Prozent.

Der Auftragsbestand allein reicht offenbar nicht aus, um die Verkaufswelle zu stoppen – Anleger blicken stattdessen auf kurzfristige Risikofaktoren, die zuletzt im Vordergrund standen.

Wedbush hatte bereits Mitte August potenzielle China-bezogene Verzögerungen als zentrales Belastungsthema für die Aktie benannt. Diese Einschätzung prägte seither einen Teil der Verkaufswelle, auch wenn an einzelnen Handelstagen kein neuer Unternehmensauslöser erkennbar war.

Guidance bleibt Fixpunkt für das dritte Quartal

Trotz der Kursschwäche hält das Management an seiner Prognose für das dritte Quartal 2026 fest: Der Umsatz soll bei rund 66 Millionen Dollar liegen, der Gewinn je Aktie zwischen 0,30 und 0,32 Dollar. Diese Zahlen stammen aus der jüngsten Quartalsmitteilung und bilden weiterhin den zentralen Orientierungspunkt für die kommenden Monate.

Verglichen mit den bereits mehrfach im Fokus gestandenen Quartalszahlen, die eine deutliche Verkaufsreaktion ausgelöst hatten, zeigt die Guidance nun eine gewisse Kontinuität in der operativen Entwicklung.

Charttechnisch notiert die Aktie derzeit 13 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt, während der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt mit 2,1 Prozent deutlich geringer ausfällt – ein Hinweis darauf, dass der langfristige Trend noch nicht gebrochen ist, auch wenn die kurzfristige Dynamik negativ bleibt. Der RSI von 41,4 signalisiert dabei weder eine überkaufte noch eine stark überverkaufte Situation.

Institutionelles Engagement und Insider-Bewegungen

Parallel zur operativen Entwicklung meldete BlackRock eine neue Beteiligung an AXT: Der Vermögensverwalter erwarb im zweiten Quartal 2026 gut 5 Millionen Aktien im Wert von etwa 365,6 Millionen Dollar und hält damit einen Anteil von 7,75 Prozent. Auf der anderen Seite verkaufte Direktor Leonard J. Leblanc kürzlich 4.000 Aktien – ein vergleichsweise kleines Volumen im Vergleich zu den bereits bekannten Insiderverkäufen der vorangegangenen Wochen.

Im laufenden Quartal wird AXT zudem auf mehreren Investorenkonferenzen präsent sein: Nach der Teilnahme an der virtuellen Halbleiterkonferenz von Needham Ende August stehen Auftritte bei der Konsum- und Technologiekonferenz von B. Riley Securities am 10. September sowie beim Asien-Unternehmenstag von Morgan Stanley am 21. und 22. September auf der Agenda. Diese Termine könnten neue Impulse liefern, sollten Management-Aussagen zur China-Thematik oder zur Auftragslage konkreter ausfallen als bisher.

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