AXT Aktie: Drei-Jahres-Vertrag mit Coherent

AXT sichert sich einen 36-monatigen Substrat-Liefervertrag mit Coherent. Die Aktie steigt deutlich, während der Halbleitersektor schwächelt.

Die Kernpunkte:
  • Neuer Liefervertrag über 36 Monate
  • Fokus auf Indiumphosphid für KI-Datenzentren
  • Umsatz mit Spezialsubstraten steigt um 250%
  • Aktie legt trotz Sektorkorrektur zu

Während der Halbleiter-Sektor weltweit schwächelt, setzt AXT ein deutliches Ausrufezeichen. Ein neuer Liefervertrag mit dem Branchenriesen Coherent sorgt für massiven Auftrieb. Die Partnerschaft kommt für das Unternehmen zur rechten Zeit.

Langfristige Kooperation besiegelt

AXT liefert künftig über einen Zeitraum von 36 Monaten kritische Substrate an Coherent. Der US-Partner gilt als führende Kraft in der Laser- und Photonik-Technologie. Finanzielle Details blieben zwar unter Verschluss, allerdings bewertet der Markt die langfristige Bindung positiv.

Die Vereinbarung dient als wichtiger Puffer für die künftige Auslastung der Fabriken. Investoren sehen in dem Deal eine Bestätigung für die Materialqualität des Unternehmens. In einem volatilen Marktumfeld sorgt diese Planungssicherheit für Vertrauen.

KI-Nachfrage befeuert das Wachstum

Im Zentrum der Kooperation steht das Material Indiumphosphid. Diese Substrate sind entscheidend für die optische Datenübertragung in KI-Rechenzentren. Die Tochtergesellschaft Beijing Tongmei investierte bereits 100 Millionen Dollar in den Ausbau der Kapazitäten.

Passend dazu stiegen die entsprechenden Umsätze zuletzt im Quartalsvergleich um 250 Prozent. Der Auftragsbestand für diese spezialisierten Materialien liegt aktuell bei rund 50 Millionen Dollar. Der Trend zur Silizium-Photonik spielt AXT dabei direkt in die Karten.

Starke relative Performance

Die Aktie kletterte am Freitag um 7,56 Prozent auf 52,78 Euro. Der breite Philadelphia Semiconductor Index verlor derweil über fünf Prozent an Wert. AXT konnte sich damit der massiven Sektorkorrektur vorerst entziehen.

Für das zweite Quartal stellt das Management einen Gewinn pro Aktie zwischen 0,06 und 0,08 Dollar in Aussicht. Die Bilanz des ersten Quartals übertraf mit einem knappen bereinigten Minus bereits die Prognosen.

Ende Juli veröffentlicht AXT die detaillierten Quartalszahlen für das abgelaufene Jahresviertel. Erst dann wird klar, wie stark der Coherent-Deal die operativen Margen stützt. Trotz der aktuellen Erholung bleibt der Abstand zum Jahreshoch von 128,55 Euro gewaltig. Experten taxieren das Kursziel im Schnitt auf 43,80 Dollar.

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