Azelis Aktie: Gewinn bricht ein
Der Chemiedistributor Azelis verzeichnete 2025 einen Gewinnrückgang von über 40 %, konnte jedoch den freien Cashflow deutlich steigern. Die Aktie verlor im selben Zeitraum mehr als die Hälfte ihres Wertes.

- Nettogewinn sackte um über 40 Prozent ab
- Freier Cashflow stieg um fast 30 Prozent
- Aktienkurs verlor mehr als 56 Prozent im Jahr
- Vier Akquisitionen zur Marktstärkung abgeschlossen
Azelis hat das Geschäftsjahr 2025 mit einer gespaltenen Bilanz abgeschlossen. Während das Unternehmen operativ unter Druck geriet und der Nettogewinn deutlich einbrach, erwies sich der Cashflow als überraschend widerstandsfähig. In einem schwierigen europäischen Chemiesektor versucht der Distributor derzeit, den Spagat zwischen notwendigem Sparkurs und strategischer Expansion zu meistern.
Druck auf die Margen
Das Marktumfeld für Chemieprodukte bleibt angespannt, was sich unmittelbar in den Zahlen von Azelis widerspiegelt. Der Jahresumsatz belief sich zwar auf 4,1 Milliarden Euro – ein währungsbereinigtes Plus von 1,3 Prozent –, doch die Dynamik ließ zum Jahresende spürbar nach. Besonders das vierte Quartal enttäuschte mit einem leichten Umsatzrückgang.
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Die Profitabilität litt unter diesem Trend massiv. Die bereinigte EBITA-Marge sank auf 10,0 Prozent, während der Nettogewinn um über 40 Prozent auf 113 Millionen Euro absackte. Hintergrund dieser Entwicklung sind die schweren strukturellen Probleme der europäischen Chemieindustrie, die seit 2022 mit massiven Kapazitätsabfällen und Stellenstreichungen kämpft. Kann die starke Cash-Generierung diesen operativen Abwärtstrend langfristig auffangen?
Cashflow überzeugt trotz Krise
Trotz der Ertragsschwäche punktete Azelis beim Liquiditätsmanagement. Der freie Cashflow kletterte um fast 30 Prozent auf 442 Millionen Euro. Dank einer effizienten Cash-Conversion-Rate von 106 Prozent kann die Unternehmensführung den Aktionären eine Dividende von 0,226 Euro je Aktie vorschlagen.
Parallel dazu trieb das Team um CEO Anna Bertona die Expansion voran. Vier Übernahmen mit einem Umsatzvolumen von rund 110 Millionen Euro wurden im abgelaufenen Jahr abgeschlossen, um die Marktposition zu festigen. Dennoch bleibt die Bilanz durch einen Verschuldungsgrad vom 3,3-fachen des EBITDA gefordert, was den Spielraum für weitere Großakquisitionen einschränken könnte.
Die Aktie spiegelt die operative Misere der vergangenen Monate wider und verlor auf Jahressicht über 56 Prozent an Wert. Der Schlusskurs vom Freitag bei 8,88 Euro verdeutlicht die anhaltende Skepsis des Marktes. Für Azelis wird es im laufenden Jahr darauf ankommen, die neuen Zukäufe profitabel zu integrieren und die Margen im volatilen Marktumfeld zu stabilisieren. Die hohe Konzentration im Aktionärskreis – Top-Investoren wie Invesco und EQT halten zusammen über die Hälfte der Anteile – sorgt zwar für eine stabile Basis, erhöht aber gleichzeitig die Erwartungshaltung an eine baldige operative Wende.
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