Bajaj Mobility AG Aktie: Umsatz knackt Milliardenmarke
Bajaj Mobility kehrte im dritten Quartal beim operativen Ergebnis ins Plus zurück und steigerte den Neunmonatsumsatz auf 1.052,5 Millionen Euro.

- EBIT im dritten Quartal bei 11,3 Millionen Euro
- Motorradumsatz steigt um 84 Prozent
- Personalabbau ist abgeschlossen
- KTM eröffnet Montagewerk in Brasilien
Von minus 71 Millionen auf plus 11,3 Millionen Euro: Beim operativen Ergebnis hat Bajaj Mobility im dritten Quartal 2026 eine Wende vollzogen. Die Konzernmutter von KTM, Husqvarna und GASGAS meldet zudem, dass der Umsatz nach neun Monaten erstmals die Marke von einer Milliarde Euro überschreitet.
Höchster Quartalswert seit der Restrukturierung
Das EBIT stieg gegenüber dem zweiten Quartal um rund 10 Millionen auf 11,3 Millionen Euro. Das ist der höchste Quartalswert seit Abschluss der Restrukturierungsmaßnahmen. Die EBIT-Marge liegt bei 3,2 Prozent, das EBITDA erreicht 40,7 Millionen Euro bei einer Marge von 11,6 Prozent. Im Vorjahresquartal waren beide Werte tief negativ, bereinigt um den Sanierungsgewinn.
Der Konzernumsatz wuchs um 57,0 Prozent auf 351,1 Millionen Euro. Nach neun Monaten stehen 1.052,5 Millionen Euro in den Büchern, nach 648,8 Millionen im Vorjahreszeitraum.
Motorradgeschäft zieht deutlich an
Den größten Anteil am Wachstum liefert das Kerngeschäft. Der Motorrad-Umsatz stieg um 84,0 Prozent auf 288,3 Millionen Euro, der Absatz um gut die Hälfte auf 47.390 Einheiten. Über die ersten drei Quartale verkaufte die Gruppe 136.363 Motorräder, rund 75 Prozent mehr als im Vorjahr.
Hinzu kommen 91.704 Maschinen, die Bajaj in Indien direkt absetzte. Der weltweite Absatz der drei Marken summiert sich damit auf 228.067 Einheiten.
Die Lagerbestände bei Gruppe, Händlern und Importeuren blieben nach dem Abbau der Vorquartale stabil. Gleichzeitig sanken die Overheadkosten im Neunmonatsvergleich um 96,9 Millionen auf 255,1 Millionen Euro, bereinigt um Sanierungsgewinn und den Entkonsolidierungseffekt von MV Agusta. Der im ersten Quartal eingeleitete Personalabbau ist abgeschlossen.
Werk in Brasilien und Technologiepremiere
Am 14. Oktober eröffnete KTM in Manaus sein erstes vollständig eigenes Montagewerk außerhalb Österreichs. Im Einschichtbetrieb ist es auf rund 10.000 Motorräder pro Jahr ausgelegt und beliefert ausschließlich den brasilianischen Markt. Bislang flossen rund 3 Millionen Euro in den Standort, für 2027 und 2028 sind weitere rund 2 Millionen vorgesehen. Die Produktion in Mattighofen bleibt unberührt.
CEO Gottfried Neumeister kündigte zudem eine „wegweisende Technologiepremiere“ auf der Mailänder Motorradmesse EICMA an. Details nannte er nicht.
Sportlich lieferte das Quartal ebenfalls Schlagzeilen: Pedro Acosta bescherte KTM den ersten Sieg in der MotoGP seit 2022, und die Marke sicherte sich die Hersteller-Titel in allen drei Enduro-Klassen.
Fokus auf Profitabilität und Free Cashflow
Für den Rest des Jahres setzt das Management auf weitere Kostenoptimierung, eine straffere Steuerung des Produktportfolios und effiziente Lagerbestände. Im Mittelpunkt stehen höhere Profitabilität und ein besserer Free Cashflow. Risiken sieht der Vorstand in möglichen Änderungen bei Handels- und Zollregelungen sowie in Nachfrageschwankungen und Lieferkettenproblemen. Eine konkrete Ergebnisprognose nennt das Unternehmen nicht.
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