Bajaj Mobility: Fahrradgeschäft vollständig beendet
Bajaj Mobility beendet Fahrrad- und E-Bike-Sparte früher als geplant. Der Fokus liegt nun voll auf Motorrädern der Marken KTM, Husqvarna und GASGAS.

- Fahrradsparte komplett aufgegeben
- Konzern fokussiert auf Motorräder
- Personalabbau von 500 Stellen
- Neuer Technikchef ab Oktober
Einst war das Fahrradgeschäft ein wichtiger Wachstumstreiber für Pierer Mobility. Jetzt ist es Geschichte. Die Bajaj Mobility AG, bis Januar noch unter altem Namen bekannt, hat den Rückzug aus dem Fahrrad- und E-Bike-Sektor vollständig abgeschlossen – schneller als ursprünglich geplant.
Die Marke Felt Bicycles wurde bereits 2025 verkauft. Die Lagerbestände von Husqvarna E-Bicycles und GASGAS Bicycles sind liquidiert. Im ersten Quartal 2026 liefen die letzten operativen Aktivitäten aus.
Fokus auf Motorräder
Der Konzern konzentriert sich jetzt ausschließlich auf das Kerngeschäft: motorisierte Zweiräder der Marken KTM, Husqvarna Motorcycles und GASGAS. Das margenstarke Segment ist das Kernstück des Restrukturierungsprogramms, das nach der Insolvenz der Tochter KTM AG Ende 2024 eingeleitet wurde.
Die Umfirmierung in Bajaj Mobility AG Mitte Januar 2026 zeigt, wer künftig das Sagen hat. Der indische Konzern Bajaj Auto hält rund 74,9 Prozent der Anteile. Die Gruppe fungiert nun als strategische Holding.
Forschung, Entwicklung und Produktion von High-End-Modellen bleiben im österreichischen Mattighofen. Die Fertigung kleinerer Hubraumklassen wandert dagegen verstärkt nach Indien in die effizienteren Bajaj-Werke.
Parallel läuft der Personalabbau: Rund 500 Stellen in Verwaltung und mittlerem Management fallen weg. Bis zum dritten Quartal 2026 soll der Prozess abgeschlossen sein.
Neuer Technikchef ab Oktober
Um die Technologieführerschaft zu sichern, holt die KTM AG einen Manager von BMW. Christof Lischka übernimmt im Oktober 2026 den Posten des Chief Technology and Product Officer. Er verantwortet künftig die Fahrzeugentwicklung für alle drei Marken.
Die Aktie notiert aktuell bei 19,00 Euro und damit über dem 200-Tage-Schnitt von 16,29 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 26,5 Prozent zu Buche. Der RSI von 51,6 signalisiert eine neutrale Marktlage.
Mit einer Jahresvolatilität von knapp 87 Prozent bleibt das Papier aber ein Wert für risikobereite Anleger. Die Transformation ist noch nicht abgeschlossen – die nächsten Quartale werden zeigen, ob die neue Strategie aufgeht.
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