Ballard Power Aktie: 324 Prozent Jahresgewinn

Ballard Power verzeichnet nach Weichai-Exit hohe Zustimmung für neuen Verwaltungsrat und verbesserte operative Kennzahlen.

Die Kernpunkte:
  • Weichai-Vertreter verlassen Verwaltungsrat
  • Umsatz steigt um 26 Prozent
  • Operativer Verlust deutlich reduziert
  • Aktie mit Jahresplus von 324 Prozent

Ballard Power Systems schließt ein wichtiges Kapitel ab. Auf der Hauptversammlung formierte sich der Wasserstoff-Spezialist personell neu. Die Aktionäre stellten sich dabei mit überwältigender Mehrheit hinter das verkleinerte Führungsteam.

Klarer Schnitt im Verwaltungsrat

Der Umbau hatte sich bereits in den vergangenen Wochen abgezeichnet. Die beiden Vertreter des chinesischen Großaktionärs Weichai, Michael Chen und Huajie Wang, verließen das Gremium Mitte Mai. Auch Janet Woodruff legte ihr Mandat kurz vor dem Aktionärstreffen nieder.

Die verbleibenden sechs Direktoren erhielten nun ein starkes Mandat. Die Zustimmungsquoten lagen durchweg über 90 Prozent. Den stärksten Rückhalt sicherte sich Vorstandschef Marty Neese mit einer Bestätigung von 99,16 Prozent.

Margen steigen, Verluste sinken

Die harmonische Abstimmung fußt auf einer spürbaren operativen Verbesserung. Im ersten Quartal steigerte Ballard den Umsatz im Jahresvergleich um 26 Prozent auf 19,4 Millionen US-Dollar. Die Bruttomarge drehte deutlich ins Plus und erreichte 14 Prozent.

Parallel dazu bekommt das Management die Kosten in den Griff. Die operativen Ausgaben fielen um gut ein Drittel. Der operative Mittelabfluss schrumpfte entsprechend von ehemals 24,4 Millionen auf nur noch 7,8 Millionen US-Dollar.

Ein komfortables Polster bleibt bestehen. Zum Quartalsende wies die Bilanz liquide Mittel in Höhe von knapp 517 Millionen US-Dollar aus. Rückenwind liefert das Geschäft mit Brennstoffzellen für Busse. Hier verzeichnet Ballard neue Aufträge aus Europa und Großbritannien für seinen FCmove-SC-Motor.

Massive Kursrallye

Am Finanzmarkt wird diese Entwicklung honoriert. Die Aktie beendete den Donnerstagshandel bei 5,28 Euro und konsolidiert damit knapp unter ihrem jüngsten 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht steht ein massiver Kursgewinn von rund 324 Prozent auf der Anzeigetafel.

Der Aufwärtstrend ist intakt, der Abstand zur 200-Tage-Linie fällt mit über 100 Prozent allerdings extrem hoch aus. Ein RSI-Wert von 73 signalisiert eine kurzfristig heißgelaufene Situation. Operativ richtet sich der Blick nun auf das zweite Halbjahr. Das Management erwartet für diesen Zeitraum den Großteil der diesjährigen Umsätze.

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