Ballard Power Aktie: 400-Millionen-Deal mit GeoPura

Ballard Power übernimmt GeoPura für 400 Mio. Dollar. Die Aktie fällt wegen Aktienverwässerung, während das Unternehmen auf Profitabilität bis 2028 hinarbeitet.

Die Kernpunkte:
  • 400-Millionen-Dollar-Deal mit GeoPura
  • Kursverlust durch Aktienverwässerung
  • Ausbau stationärer Wasserstoff-Lösungen
  • Profitabilitätsziel für 2028 angepeilt

Ballard Power greift im Markt für stationäre Wasserstoff-Lösungen an. Der kanadische Brennstoffzellen-Spezialist übernimmt den britischen Anbieter GeoPura. An der Börse löst der Deal jedoch keine Euphorie aus.

Expansion in den stationären Sektor

Die Übernahme hat ein Gesamtvolumen von rund 400 Millionen US-Dollar. Ballard zahlt einen Teil der Summe in bar, den Rest in eigenen Aktien. Konkret fließen 82,5 Millionen Pfund sofort an die GeoPura-Aktionäre. Hinzu kommen erfolgsabhängige Zahlungen von bis zu 27,5 Millionen Pfund.

GeoPura bietet emissionsfreie Energielösungen für netzunabhängige Standorte an. Das Unternehmen hat bereits Aufträge für Brennstoffzellensysteme mit einer Leistung von 15 Megawatt gesichert. Ballard diversifiziert damit sein Geschäft, das bisher stark auf den Mobilitätssektor fokussiert war.

Verwässerung belastet den Kurs

Genau diese Finanzierung sorgt bei Investoren für Skepsis. Ballard gibt für die Übernahme über 50 Millionen neue Stammaktien aus. Diese massive Verwässerung der bestehenden Anteile drückte den Kurs zuletzt deutlich nach unten.

Innerhalb der vergangenen 30 Tage verlor das Papier fast 40 Prozent an Wert. Am Freitag schloss die Aktie bei 3,17 Euro. Damit notiert der Titel aktuell rund 17 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt.

Der Weg zur Profitabilität

GeoPura soll im Jahr 2026 einen Umsatz von etwa 38 Millionen Pfund erzielen. Ballard verspricht sich von dem Zusammenschluss jährliche Synergien in Höhe von 25 Millionen US-Dollar. Das Ziel ist klar formuliert. Bis 2028 will das Management die Gewinnschwelle erreichen.

Finanziell steht der Konzern vorerst auf einem soliden Fundament. Zum Ende des ersten Quartals verfügte Ballard über rund 517 Millionen US-Dollar an Barmitteln. Parallel dazu stieg der Quartalsumsatz um 26 Prozent auf 19,4 Millionen US-Dollar.

Der RSI-Wert von 33,7 deutet mittlerweile auf eine überverkaufte Lage hin. Der Verkaufsdruck könnte sich damit stabilisieren. Anleger warten nun auf den Abschluss der Transaktion, der noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen steht.

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