Ballard Power Aktie: Short Interest um 36 Prozent eingebrochen

Leerverkäufer reduzieren Positionen bei Ballard Power deutlich. Der Brennstoffzellen-Hersteller meldet Margenverbesserung, aber auch einen Umsatzrückgang im zweiten Quartal.

Die Kernpunkte:
  • Short-Interesse sinkt um 36 Prozent
  • Bruttomarge steigt auf 20 Prozent
  • Umsatz verfehlt Markterwartungen deutlich
  • GeoPura-Übernahme für 275 Mio. Pfund

Widersprüchliche Signale bei Ballard Power: Während der Aktienkurs schrumpft, ziehen sich die Skeptiker massenhaft zurück. Das Short Interest des kanadischen Brennstoffzellen-Spezialisten ist im August drastisch eingebrochen. Die Positionen der Leerverkäufer sanken um fast 36 Prozent.

Margenplus trotz Umsatzloch

Die operative Bilanz für das zweite Quartal 2026 zeigt ein geteiltes Bild. Ballard verbuchte einen Umsatz von 20,34 Millionen US-Dollar und verfehlte damit die Markterwartungen deutlich. Die Kosteneffizienz verbesserte sich hingegen massiv. Die Bruttomarge kletterte um 28 Prozentpunkte auf nun 20 Prozent.

Niedrigere Fertigungskosten und globale Umstrukturierungen treiben diese Entwicklung voran. Der Auftragsbestand wuchs bis Ende Juni auf 156,6 Millionen US-Dollar. Im Vergleich zum Vorquartal entspricht dies einem Sprung von fast 39 Prozent.

Umbau zum Energiedienstleister

Das Management setzt künftig verstärkt auf wiederkehrende Einnahmen. Zentraler Baustein ist die Übernahme des britischen Wasserstoff-Spezialisten GeoPura für 275 Millionen Pfund. Ballard wandelt sich damit vom reinen Komponenten-Lieferanten zum integrierten Dienstleister für stationäre Energielösungen.

Dieser Zukauf soll die Basis für das Ziel schaffen, bis Ende 2027 profitabel zu werden. Durch die Integration von GeoPura will Ballard künftig auch an der Produktion und Verteilung von Wasserstoff verdienen. Der Abschluss der Transaktion ist für das zweite Halbjahr 2026 vorgesehen.

Obwohl sich die Leerverkäufe reduziert haben, bleibt die Aktie an der Börse unter Druck. Mit einem RSI-Wert von 36,0 nähert sich der Titel einer technisch überverkauften Zone. Die Cash-Reserven von 502 Millionen US-Dollar verschaffen Ballard vorerst den nötigen Spielraum für den laufenden Strategiewechsel.

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