Ballard Power: Weichai verkauft 8,15 Millionen Aktien

Weichai Power verkauft Ballard-Anteile und verliert Vorstandssitze. Neues Board gewählt, Aktie zeigt starke Jahresbilanz trotz jüngster Kursverluste.

Die Kernpunkte:
  • Weichai verkauft 8,15 Millionen Aktien
  • Zwei Boardmitglieder legen Mandate nieder
  • Hauptversammlung bestätigt neues Gremium
  • Aktienkurs seit Jahresbeginn fast verdoppelt

Weichai Power hat sich aus dem Ballard-Vorstand verabschiedet — und das nicht freiwillig. Der chinesische Motorenhersteller verkaufte im Mai rund 8,15 Millionen Ballard-Aktien, verlor damit seine Nominierungsrechte und schickte seine beiden Boardvertreter nach Hause. Für Ballard markiert das eine echte Zäsur.

Hauptversammlung bestätigt neues Board

Auf der Jahreshauptversammlung am 3. Juni 2026 wählten die Aktionäre alle sechs Kandidaten ins Board — mit Zustimmungsquoten zwischen 90 und 99 Prozent. KPMG bleibt Abschlussprüfer, 87 Prozent stimmten dafür. Die Vergütung des Managements billigten rund 91 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Kurz davor hatten Michael Chen und Huajie Wang ihre Sitze niedergelegt, beide Weichai-Nominierte. Ihr Rücktritt trat am 13. Mai in Kraft — dem Tag, an dem Weichai seinen Aktienverkauf startete. Janet Woodruff folgte am 2. Juni. Weichai verkaufte die Anteile zu durchschnittlich 5,65 kanadischen Dollar und hält jetzt noch rund 10 Prozent an Ballard.

Kurs mit starker Jahresbilanz, aber zuletzt unter Druck

Die Aktie notiert aktuell bei 4,44 Euro, ein Tagesplus von gut 3 Prozent. Auf Jahressicht hat sich der Kurs fast verdreifacht — ein Plus von rund 94 Prozent seit Jahresbeginn. In den vergangenen sieben Tagen verlor das Papier allerdings fast 18 Prozent und liegt damit knapp 21 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 5,62 Euro, das am 2. Juni erreicht wurde.

Alle relevanten gleitenden Durchschnitte liegen deutlich unter dem aktuellen Kurs. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 2,60 Euro verdeutlicht, wie stark die Erholung der vergangenen Monate war.

Ob Weichai seinen verbleibenden Anteil von rund 10 Prozent weiter abbaut, bleibt offen. Ein weiterer Verkauf würde erneut Druck auf den Kurs erzeugen — und das Board wäre diesmal nicht betroffen.

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